Der Eiffelturm in Paris (Foto: Pixabay/nuno lopes)

Eiffelturm wird restauriert

  12.07.2022 | 15:35 Uhr

Auf der ganzen Welt ist der Eiffelturm - das Wahrzeichen in der französischen Hauptstadt Paris - bekannt und wird jedes Jahr von Millionen Menschen besucht. Doch der Stahlkoloss ist in einem bedenklich schlechten Zustand. Deshalb soll er jetzt restauriert werden.

Denkt man an Paris, dann kommt vielen direkt der Eiffelturm in den Sinn. Das Wahrzeichen schmückt seit 1889 die französische Hauptstadt. Die rund 130 Jahre haben jedoch ihre Spuren hinterlassen. Deshalb soll der 330 Meter Eisenfachwerkturm restauriert werden. Spätestens 2024 soll der Eiffelturm wieder in bekannter Pracht erstrahlen, dann finden nämlich die Olympischen Spiele in Paris statt.

Wahrzeichen in schlechtem Zustand

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn die Autoren der Zeitung Marianne haben recherchiert und herausgefunden, dass der Turm in einem bedenklich schlechten Zustand ist. Völlig durchgerostet und einsturzgefährdet ist der Eiffelturm (noch) nicht. Die Autoren kritisieren, dass die Mängel bereits in den 1980er Jahren festgestellt wurden, seitdem aber immer nur neue Farbschichten über die rostigen Stellen gestrichen wurden. Das komplette Abtragen der gesamten Farbe wurde bisher nicht durchgeführt.

Marianne schreibt von rund 900 Mängeln und von knapp 70, die die Struktur des Wahrzeichens insgesamt gefährden. Die Zeitung bezieht sich dabei auf vertrauliche Berichte aus den Jahren 2010 bis 2016.

Der Eiffelturm in Paris (Foto: Pixabay / ZEBULON72)

Finanzielle Einbußen durch Corona

Auch finanziell lief es in den vergangenen beiden Jahren schlecht. Wegen der Pandemie war der Eiffelturm zweimal gesperrt – und laut der Betreibergesellschaft hat das ein großes finanzielles Loch gerissen: geschätzt 52 Millionen Euro Verlust in 2020 und noch einmal 75 Millionen Euro in 2021. Endgültige Zahlen sind jedoch noch nicht verfügbar. Die Autoren von Marianne kritisieren, dass die vergangenen beiden Jahre nicht für die Restauration genutzt wurden.

Betreiberfirma startet Restauration

Erstmals sollen nun alle Farbschichten abgetragen und wieder aufgetragen werden. In älteren Farbschichten stieß man jedoch auf bleihaltige Farbe, die in früheren Jahren zum Anstrich verwendet wurde. Dadurch verzögerte sich die Restauration.

Bisher wurden bei der sogenannten "décapage" - das beizen der Oberfläche - nach Angaben der Betreiberfirma keine strukturellen Mängel festgestellt. Die Zeitung Marianne geht jedoch davon aus, dass die "décapage" bisher nur an einem winzig kleinen Teil des Monuments durchgeführt wurde und dadurch noch keine schwerwiegenden Mängel festgestellt wurden.

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