Zeit für den Reifenwechsel (Foto: Pixabay/stux)

Zeit für den Reifenwechsel?

  27.03.2019 | 13:23 Uhr

Tagsüber ist es schon wunderbar warm, nachts und morgens aber noch bitterkalt - soll man bei diesen Temperaturen schon auf Sommerreifen wechseln?

Eigentlich lautet die Faustregel ja von O bis O, also von Oktober bis Ostern sollte man mit Winterreifen fahren. Nun ist es aber tagsüber schon herrlich warm, da könnte man doch schon auf Sommerreifen wechseln - wenn die Nächte nicht so kalt wären... Also doch die Winterreifen noch länger drauf lassen? Was tun?

Tanar Abak ist Prüf-Ingenieur beim TÜV und empfiehlt: So lange Nächte und Morgen noch so kühl sind, ist es besser, bei den Winterreifen zu bleiben, allerdings nicht länger als nötig.

"Winterreifen haben im Sommer mehr Abrieb"
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"Winterreifen haben im Sommer mehr Abrieb"

Winterreifen sind bei Temperaturen unter sieben Grad die bessere Wahl. Ihre Gummimischung ist weicher. Bei höheren Temperaturen werden sie noch weicher. Die Folge: ein deutlich stärkerer Abrieb als bei Sommerreifen. Damit nimmt die Profiltiefe schneller ab. Außerdem verlängert sich der Bremsweg erheblich, weil den weichen Reifen der Grip fehlt, erklärt der Experte.

Sobald die Temperaturen also über längere Zeit milder werden, sollte man auf Sommerreifen wechseln. Der Sicherheit wegen. Und dem Geldbeutel tut's auch gut, denn dann halten die Winterreifen länger.


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Von Oktober bis Ostern - so lautet die Faustregel beim Reifenwechsel. Doch ist die Regel noch zeitgemäß? Erst, wenn es länger mild ist, können die Sommerreifen aufgezogen werden. Und worauf sollte man beim Reifenwechsel sonst noch achten? Hier ein paar Tipps.


Auch Thema auf SR 1 am 27.03.2019 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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