Eine Frau niest (Foto: dpa)

Was tun bei Pollenallergie?

  07.04.2018 | 00:00 Uhr

Es geht wieder los: Die Pollen fliegen wieder. Für Allergiker bedeutet das monatelang laufende Nasen, Niesen, Husten ... Kann man sich jetzt noch sensibilisieren lassen? Wie kann man sich sonst helfen? Hautarzt und Allergologe Dirk Landwehr hat Tipps, wie Ihr trotz Allergie gut durch die Pollenzeit kommt.

Heuschnupfen kann plötzlich einsetzen
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Heuschnupfen kann plötzlich einsetzen

Endlich ist er da, der Frühling. Für Allergiker beginnt damit aber auch eine schwierige Zeit. Vor allem, wer auf Birkenpollen reagiert, hat es derzeit schwer. Hautarzt und Allergologe Dirk Landwehr gibt Tipps rund ums Thema Heuschnupfen.

Wer ist von Heuschnupfen betroffen?

Was tun bei Heuschnupfen?
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Was tun bei Heuschnupfen?
Hautarzt und Allergologe Dirk Landwehr beantwortet Fragen von Betroffenen und gibt Tipps.

Allergien können jeden treffen vom kleinen Kind bis zur 80-Jährigen. In der Regel tritt Heuschnupfen früh ein - aber es gibt keine Faustregeln, die sagt, wann man verschont bleibt. Besonders achtsam müssen Eltern sein, deren Kinder Heuschnupfen bekommen, denn die "neigen oft zum sogenannten Etagenwechsel". Das heißt die Allergie schlägt auf die Bronchien und wird zu Asthma. Das kann mitunter gefährlich sein. Daher sollten Eltern so früh wie möglich ihre Kinder behandeln lassen.

Welche Therapien sind möglich?

Die ersten Pollen sind unterwegs
Auf der Internetseite des Pollenwarndienstes der saarländischen Uniklinik können Sie nachsehen, was zurzeit schon durch die Lüfte schwirrt.

Nach der Diagnose "Heuschnupfen" sollte frühzeitig mit einer Hyposensibilisierung gestartet werden. Diese Form der Therapie zieht sich über drei Jahre und wird normalerweise immer im Winter vor der Pollenflugsaison durchgeführt. Dabei werden geringe Dosen des Stoffes, der die Allergie auslöst, unter die Haut gespritzt oder als Tropfen verabreicht.

Wer für die aktuelle Saison zu spät dran ist, kann auf andere Möglichkeiten zurückgreifen, die akut helfen sollen. Einerseits gibt es Akupunktur und Homöopathie. Beide Methoden sind jedoch wenig erforscht in ihrer Wirkung auf Allergiker. Jedoch sagt Dirk Landwehr: "Wer heilt, hat Recht. So heißt das alte Sprichwort." Auch er hat Patienten, die auf diese Methoden schwören.

Andererseits gibt es in der Schulmedizin zahlreiche Medikamente, jedoch rät Landwehr: "Wenn man sich ein Antiallergikum verschreiben lässt, sollte dann beginnen, wenn man weiß, dass Pollenflug ist und nicht erst, wenn man hustet."


Video [aktueller bericht, 18.04.2018]
Pollenallergien in diesem Jahr besonders schlimm


Welcher Nies-Typ seid Ihr?
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Auch Thema in der SR 1 Dein Vormittag im Saarland am 23.03.2018.

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