Rechen mit Laub (Foto: congerdesign/pixabay)

Auch für Herbstlaub gilt eine Räumpflicht

  28.10.2021 | 09:50 Uhr

Im Winter, das weiß man, müssen Gehwege von Eis und Schnee geräumt werden. Aber auch im Herbst müssen Hausbesitzer aktiv werden, damit von rutschigem Laub keine Gefahr ausgeht.

Herbststürme fegen jetzt das Laub von den Bäumen, das sich dann unter anderem auch auf Gehwegen, Einfahrten oder Treppen ansammelt. Besonders nach heftigen Regenschauern kann das nasse Laub dann sehr rutschig werden. Das ist für Fußgänger oder Radfahrer gefährlich. Daher ist dafür zu sorgen, dass niemand zu Schaden kommt.

Wer ist fürs Räumen zuständig?

Grundsätzlich ist der Eigentümer eines Grundstücks auch dafür verantwortlich, dass das Laub beseitigt wird.

Auf einem öffentlichen Gehweg vor dem Haus ist es die Aufgabe der Stadt oder Gemeinde, dafür zu sorgen, dass das Laub entfernt wird. Allerdings kann sie die Räumpflicht auf die Anwohner übertragen. Das steht dann in der Straßenreinigungssatzung.

Genauso kann der Vermieter seine Räumpflicht auf den Mieter übertragen. Daher sollte man unbedingt in seinem Mietvertrag nachsehen.

Bei Privatgrundstücken muss der Eigentümer selbst dafür sorgen, dass das Laub geräumt wird. Besondere Sorgfalt gilt dabei Treppen und dem Weg zum Hauseingang, damit für Besucher oder den Postboten keine Gefahr besteht. Er muss aber auch darauf achten, dass Wasser abfließen kann, und Laub daher auch nicht die Regenrinne verstopft.

Wer seiner Räumpflicht nicht nachkommt, haftet für Schäden, wenn dadurch zum Beispiel jemand fällt und sich verletzt. In solchen Fällen ist eine Privathaftpflichtversicherung hilfreich. Es wird aber auch geprüft, ob den Betroffenen eventuell eine Mitschuld trifft, weil er zum Beispiel mit ungeeigneten Schuhen unterwegs war.

Wie oft muss geräumt werden?

Das hängt vom Einzelfall ab: Ein paar Blätter sind auf einem flachen Weg eher unbedenklich, in einer steilen Einfahrt können sie dagegen gefährlich werden. Besonders wenn es stark regnet und stürmt, kann es sein, dass man ein- bis zweimal am Tag räumen muss, in anderen Fällen kann einmal pro Woche ausreichend sein.

Als Faustregel gilt: Je gefährlicher die Stelle ist, desto gründlicher muss man dafür sorgen, dass niemand zu Schaden kommen kann.

Laubbläser - Helfer und Störenfried

Laubbläser erleichtern die Arbeit, machen aber viel Lärm. Daher darf man sie nur zu bestimmten Zeiten benutzen: Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung legt deutschlandweit fest: Laubbläser und Laubsammler sind grundsätzlich nur in der Zeit von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr zulässig; an Sonn- und Feiertagen ist die Benutzung verboten. Nur neuere, besonders leise Geräte mit EU-Umweltzeichen sind werktags zwischen 7 und 20 Uhr erlaubt. Im Zweifelsfall sollte man sich bei der Gemeindeverwaltung über die vor Ort gültige Lärmschutzregel informieren.

Wohin mit dem Laub?

Kleinere Mengen kann man über die Biotonne entsorgen, größere beim Wertstoffhof abgeben. Wer einen eigenen Garten hat, kann das Laub auch kompostieren. Und ein Laubhaufen in einer windgeschützen Ecke bietet vielen Tieren, wie zum Beispiel Igeln, einen wunderbaren Platz zum Überwintern.


Auch Thema auf SR 1 am 27.10.2021 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland'.

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