SR-Reporterin Steffani Balle m Praktikum im Klinikum auf dem Winterberg. (Foto: Steffani Balle)

SR-Reporterin Steffani Balle im Praktikum auf dem Winterberg

Mit Informationen von Steffani Balle   02.12.2020 | 09:31 Uhr

Das Personal in den Krankenhäusern des Saarlandes hat viel zu tun. Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass Patienten, die mit Verdacht auf Covid 19 eingeliefert werden, isoliert werden müssen. Und dann läuft ja auch noch der normale Betrieb. Da sind helfende Hände gefragt. „Corona-Helfer“ sind zum Beispiel in der Klinik auf dem Winterberg in Saarbrücken gesucht. SR-Gesundheits-Reporterin Steffani Balle hatte sich gemeldet.

Dienstbeginn im Klinikum auf dem Winterberg war um sieben Uhr. Steffani Balle hatte keine Vorerfahrung, stellte dann fest, dass die Stationsleiterin Martina dankbar für jede Unterstützung ist, selbst von jemandem, der sich noch gar nicht auskennt. "Man ist froh um jede helfende Hand", meinte sie. Drei Tage lang wird Steffani Balle das Team begleiten und unterstützen, wo sie kann.

Praktikum im Klinikum
Audio [SR 1, Steffani Balle, 02.12.2020, Länge: 04:46 Min.]
Praktikum im Klinikum

Am ersten Tag hatte sie Kaffee ausgeschenkt, Corona-gerecht vor den Zimmern in die Tassen. Martina und ihre Schülerin sind in die Zimmer gegangen und haben den Kaffee den Patientinnen und Patienten gebracht. Außerdem hat Steffani Dinge angereicht wie das Blutdruck-Messgerät, Thermometer zum Fiebermessen oder ein Desinfektionstuch zum Abwischen. Um in die Patientenzimmer zu gehen, musste sie dafür eine FFP2-Maske anziehen, einen Kittel und Handschuhe, die nach jedem Gang ins Zimmer entsorgt wurden. Dazu gehörte auch eine Schutzbrille und das Desinfizieren der Hände.

Jede helfende Hand ist willkommen

Die Patienten, sagt Steffani, hätten keinen Mundschutz an, die seien nämlich froh, wenn sie genügend Luft bekämen. Wegen der umfangreichen Schutzmaßnahmen hatte sie keine Angst vor Ansteckung. Martina, die schon „immer“, wie sie meinte, mit infektiösen Patienten zu tun hatte, fürchtet sich davor nicht. Sie halte sich an die Regeln, zu denen auch die strikte Trennung vom infektiösem und nicht-infektiösem Bereich gehöre.

Derzeit sind im Klinikum 14 Patienten auf der Isolierstation, von denen einer nicht Covid19, sondern Tuberkulose hat. Es sind viele alte Menschen dabei, doch längst nicht alle Pflegefälle. Und man dürfe, sagt Steffani Balle, nicht glauben, dass Jüngere gefeit seien. Auf Intensivstation lägen gerade mehrere Patienten im Alter zwischen 30 und 40 Jahren.


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