Foto: Pixabay/hrohmann

Sommertrend 2020: Der eigene Pool

  02.06.2020 | 12:08 Uhr

Die saarländischen Schwimmbäder dürfen ab dem 8. Juni wieder öffnen, aber nur unter strengen Sicherheitsauflagen. Da ist manchem die Abkühlung im heimischen Garten lieber. Wer sich einen eigenen Pool gönnen will, kann zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen.

Nach der neuen Rechtsverordnung dürfen die Freibäder im Saarland ab 8. Juni wieder öffnen. Doch weil die Anforderungen sehr hoch sind, werden einige Bäder vielleicht trotzdem geschlossen bleiben. Viele Saarländer wollen aber nicht auf diese sommerliche Erfrischung verzichten, und schauen daher nach, ob sie im heimischen Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon Platz für einen eigenen Pool haben. Die Nachfrage ist deshalb derzeit so hoch wie nie.

Die Kosten

Sieben Mal mehr Anfragen bei Poolbauern
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Sieben Mal mehr Anfragen bei Poolbauern
SR-Moderatoren Christian Balser und Kerstin Mark haben mit Poolexperten der Rohrbacher Firma "Pool-O-Mio" über die Planschmöglichkeiten für zuhause gesprochen.

Pools bekommt man beispielsweise im Baumarkt oder auch bei diversen Online-Händlern - die Lieferung eines Pools zum Selbstaufbauen kann derzeit allerdings ein paar Tage dauern. Je nach Variante sind sie durchaus erschwinglich. Die kleinsten Pools bekommt man schon für 30 Euro, das sind dann eher Planschbecken. Größere kosten schon 500 bis 600 Euro. Die Preise von Stahlwand-Pools liegen dann schon im vierstelligen Bereich. Und wer richtig angeben will und sich einen Pool mauern oder ein Fertigbecken in den Boden setzen lässt, der hat nicht nur eine ordentliche Baustelle im Garten, sondern auch Kosten, die schnell im sechsstelligen Bereich liegen.


Die Varianten


Der Klassiker - Das Planschbecken

Zwei Kinder beim Eisessen im Planschbecken (Foto: dpa)

Besonders bei Kindern beliebt ist das Planschbecken. Die die aufblasbaren Becken sind schon ab einem Durchmesser von 60 cm zu haben. Nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt. Beim Kauf sollte man auf das TÜV- und GS-Siegel achten. Sonst kann der Spaß ein schnelles Ende haben. Der Aufbau ist auch kinderleicht: Wände aufblasen, Wasser einfüllen und ab ins kühle Nass!

Da ein Planschbecken keine Wasserfilterung hat, sollte man es nachts abdecken und das Wasser am besten nach ein paar Tagen wechseln. Wer über keinen geeigneten Garten oder eine Terrasse verfügt, kann das Becken auch auf einen sonnigen Balkon stellen.


Für die heißen Monate - Der Stahlrahmenpool

Ein Stahlrahmenpool - oder auch Framepool - besteht aus einer Rahmenkonstruktion aus Metallrohren und einer PVC-Folie. Die Rohre werden anhand der Anleitung entweder in einer runden oder eckigen Form zusammengesteckt und mit der Poolfolie verbunden. Anschließend wird die Filteranlage angeschlossen und der Pool mit Wasser gefüllt.

Kleinere Framepools mit einer Länge von zwei Metern gibt es schon ab 50 Euro. Die Preise hängen allerdings stark von der Qualität ab. Wer Platz hat, kann auf Modelle bis zu zehn Meter Länge zurückgreifen. Am besten steht dieser Pool auf einer Wiese im Garten. Ein Innenhof oder eine Terrasse sind aber auch durchaus geeignet.

Wichtig ist ein ebener Untergrund. Darauf muss man achen, wenn man zum Beispiel die Bodenplatte selbst gießt. Unebenheiten, die dann entstehen, lassen sich später nur sehr schwer wieder ausbessern.

Im Herbst, wenn die Temperaturen fallen, muss der Pool wieder abgebaut werden, da im Winter die Folie sonst hart wird und Risse bekommen kann.


Die Dauerlösung - Das Stahlwandbecken

Privater Pool in einem Garten (Foto: picture alliance / Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Wer lieber etwas fürs Leben haben möchte, greift zum Stahlwandbecken. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Egal ob in runder Form mit zwei Metern Durchmesser oder oval mit einer Länge von zehn Metern und mehr - für jeden gibt es das passende Becken. Jedoch beginnt der Preis bei dieser Art erst im vierstelligen Bereich.

Außerdem ist der Aufbau anspruchsvoller. Die gerollte Wand des Beckens wird auf eine Form aus Kunststoff aufgesteckt. Danach wird die Folie eingespannt und am oberen Ende mit einer weiteren Kunststoffform befestigt. Nachdem etwas Wasser in das Becken eingelassen wurde, werden die restlichen Falten auf dem Boden glatt gestrichen. Anschließend noch die Filterpumpe anschließen und das Becken bis unter den Rand mit Wasser füllen.

Der Schritt zu einem Stahlwandbecken sollte aber gut überlegt sein: Solche Pools benötigen regelmäßige Pflege. Besonders die Wasserqualität muss immer wieder kontrolliert und nachgebessert werden. Ebenso können die Kosten schnell durch die Decke gehen. Bei billigeren Sets verfügen die Pumpen oftmals nicht über genügend Leistung, um eine ausreichende Filterung zu gewährleisten, und die Leitern neigen dazu, Rost anzusetzen. So kann sich die anfängliche Summe schnell verdoppeln. Wer von einem solchen Pool träumt, sollte ich sich vorher genau über Aufwand und Kosten informieren. Dann steht dem heimischen Schwimmbadfeeling nichts mehr im Weg.


Auch Thema auf SR 1 am 02.06.2020 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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