Sternschnuppenregen am Nachthimmel (Foto: Pixabay/O12)

Es regnet wieder Sternschnuppen

  13.08.2021 | 04:00 Uhr

Die Perseïden sorgen derzeit wieder für nächtlichen Sternschnuppenregen. Ihren Höhepunkt haben sie bereits überschritten, aber auch in den kommenden Nächten kann man noch ziemlich viele Exemplare beobachten.

Man muss schon Glück haben, um sie zu sehen, denn in Sekundenbruchteilen sind sie bereits wieder verschwunden: die Sternschnuppen. Dafür darf man sich etwas wünschen, wenn man eine sieht, und wenn man dann noch mal Glück hat, geht der Wunsch sogar in Erfüllung.

Sternschnuppen-Regen

Jedes Jahr im August können wir besonders viele Sternschnuppen am Nachthimmel beobachten. Dafür sorgt jeweils der Meteorstrom der Perseïden.

Die meisten Sternschnuppen treten immer in der Nacht vom 12. auf den 13. August auf, aber nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Diesmal lag der Höhepunkt zwischen 22 Uhr und 5 Uhr früh. Bis Mitternacht war das Maximum erreicht. Doch auch noch in den Stunden danach blieben die Fallzahlen auf hohem Niveau.

Wer's verpasst hat, weil er in dieser Nacht zu müde zum Schauen war, der kann auch noch in den folgenden Nächten auf Sternschnuppen-Jagd gehen. Am besten "nach 23 Uhr, wenn der Mond weg ist", rät Uwe Dillschneider von der Sternwarte Peterberg.

Es regnet Sternschnuppen heute Nacht
Audio [12.08.2021]
Es regnet Sternschnuppen heute Nacht
Uwe Dillschneider von der Sternwarte Peterberg erklärt, wie und wo man die Sternschnuppen am besten beobachten kann.

Man braucht gute Bedingungen

Um die Sternschnuppen gut beobachten zu können, muss zunächst einmal der Himmel wolkenfrei sein. Das Wetter muss also mitspielen.

Wichtig ist darüber hinaus, dass man an einem möglichst dunklen Ort in den Himmel schauen kann, um auch schwächere Exemplare noch erkennen zu können. An hell erleuchteten Plätzen wird man also kaum etwas sehen können. Daher am besten raus aus der Stadt, rät Dillschneider. Denn nur in der Dunkelheit kann man die Leuchtspur der Sternschnuppen gut erkennen.

Schließlich sollte man einen Platz wählen, an dem man so viel Himmel wie möglich sehen kann. Zum Beispiel einen höher gelegenen Ort, der einen guten Rundumblick bietet und an dem kein Waldrand oder Gebäude die Sicht in den Himmel einschränkt. Die Liegewiese der Sternwarte Peterberg wäre zum Beispiel ein guter Standort, rät Dillschneider.

Nicht zu viel erwarten

Die Perseïden sind zwar ein ergiebiger Strom, dennoch sollte man keine zu hohen Erwartungen haben. Innerhalb von zehn Minuten kann man eine Sternschnuppe sehen oder auch mal zwei, drei beobachten - oder aber auch gar keine, erklärt Dillschneider. Innerhalb einer Stunde kann es aber schätzungsweise schon ein halbes bis ganzes Dutzend werden - "wenn's gut läuft; man muss Glück haben", so der Experte.

Sternschnuppen  (Foto: pixabay / Free-Photos)

Kometenstaub

Die Grundlage von Sternschnuppen ist immer ein Komet, der durch unser Sonnensystem streift. Im Fall der Perseïden ist das der Komet 109P/Swift-Tuttle. Alle 130 Jahre fliegt er bei uns vorbei und hinterlässt dabei viele Staubpartikel, die sich durch die Sonnenwärme ablösen.

Jedes Jahr von Mitte Juli bis Mitte August durchstreift die Erde diesen Bereich. Und wenn die Staubpartikel dann in die Atmosphäre eindringen - immerhin mit Tempo 60 km pro Sekunde, also mit 210.000 km/h ! - dann wird durch die Reibungshitze, die dabei entsteht, eine Leuchtspur erzeugt, die wir als Sternschnuppe beobachten können, bis der Staubpartikel verglüht ist.

Sternschnuppenströme werden immer nach dem Sternbild benannt, aus dem sie zu kommen scheinen. In diesem Fall ist es das Sternbild des Perseus. Die Perseïden werden im Volksmund auch Laurentiustränen genannt, weil ihr Erscheinen mit dem Fest des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt.


Auch Thema auf SR 1 am 12.08.2021 in der Sendung 'Hallo Saarland' und am 13.08.2021 in 'Dein Morgen im Saarland'.

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