Pausenbrotdosen im Klassenzimmer (Foto: imago images Reporter)

Pausenbrot - lecker und gesund

  07.09.2021 | 21:36 Uhr

Jedes zweite Kind zwischen zwei und 12 Jahren bringt das Pausenbrot wieder nach Hause. Aber was hätten Kinder gerne in ihrer Brotbox? Ernährungsexpertin Susanne Reinert-Müller gibt Tipps für gesündere, unkomplizierte und leckere Snacks.

Schulkinder brauchen Energie zum Lernen. Deshalb ist ein ordentlicher Pausensnack so wichtig. Chips und Süßigkeiten sind keine gute Wahl. Sie haben viel Fett und viel Zucker, aber wenig Nährstoffe. Viel besser sind Obst, Gemüse und belegte Brote. Und die müssen gar nicht (zeit)aufwändig sein, sagt Ernährungsberaterin Susanne Reinert-Müller.

Kinder mögen praktische Pausensnacks

Morgens herrscht in vielen Familien Zeitdruck. Da sind keine niedlichen Bentobox-Kunstwerke und instagram-taugliche Einmachglasmenüs möglich.

Doch Kinder mögen es nach Erfahrung der Ernährungsberaterin sowieso praktisch: Es muss einfach zu essen sein, darf nicht an den Fingern kleben und idealerweise wird kein Löffel benötigt.

Snackmöhren, Beeren und Käsebrot

Gut ist ein belegtes Brot oder ein belegtes Brötchen. Sinnvollerweise wäre da natürlich Vollkornbrot. Vielleicht gerade bei der Wurst nicht immer nur die fettreichen Alternativen wie Salami, sondern auch mal an gekochten Schinken oder Putenbrust denken.

Brotdose kommt oft voll zurück
Audio
Brotdose kommt oft voll zurück

Ein Käsebrot ist schnell geschmiert. Snackmöhren muss man nur waschen und einpacken, Blaubeeren ebenso. Auch Trockenfrüchte wie Datteln oder Maulbeeren kommen laut Susanne Reinert-Müller bei den Kindern gut an, da sie sehr süß sind.

Von vermeintlich gesunden Müsliriegeln rät die Ernährungsexpertin ab, da sie viel Zucker enthalten. Besser seien Fruchtschnitten, die jedoch durch ihre Verpackung nicht gerade umweltfreundlich sind.

Langsam umgewöhnen

Wenn ein Kind schon an Chips und Süßigkeiten gewöhnt ist, fällt der Umstieg auf gesündere Pausensnacks schwer. „Das Beste ist, wenn man als gutes Beispiel vorangeht“, rät Reinert-Müller. Und die Umgewöhnung müsse langsam erfolgen. Süße Säfte könne man immer ein wenig mehr mit Wasser strecken, Fruchtjoghurt mit Naturjoghurt mischen. Wichtig sei es, in kleinen Schritten vorzugehen, um keine Abwehrhaltung beim Kind zu erzeugen.


Auch Thema auf SR 1 am 03.09.2021 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland' und am 07.09.2021 in 'Dein Morgen im Saarland'.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja