Eine Nutzerin nimmt per Computer an einer Videokonferenz teil. (Foto: Pixabay/jagritparajuli99)

Selbsthilfegruppen in der Pandemie

Lisa Krauser   01.02.2021 | 14:30 Uhr

Laut der Kontaktstelle für Selbsthilfe gibt es im Saarland 700 Selbsthilfegruppen. Sie sind für Betroffene wie anonyme Alkoholiker, depressive Menschen oder Menschen mit chronischen Schmerzen eine wichtige Stütze. Aber: Im Corona-Lockdown dürfen im Saarland keine Präsenz-Treffen stattfinden. Die Lösung: Selbsthilfegruppen steigen auf Online-Meetings um.

Nichts vollkommen Neues

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Selbsthilfegruppen in der Pandemie

Virtuelle Treffen gab es schon vor Corona. Jetzt sind es mehr geworden. Viele Mitglieder sind in Therapie oder Behandlung, sehen im ersten Lockdown und dann im zweiten oft nur ihren Therapeuten. Für die Teilnahme an einem Online-Meeting reicht es, wenn man sich per Telefon einwählt oder einem Einladungslink zur Videokonferenz folgt.

Diese Treffen seien zwar kein Ersatz für Präsenz-Treffen, und auch nicht jeder kommt gut damit zurecht. Für manche Selbsthilfegruppen bedeuten sie aber sogar einen Vorteil: So habe sich zum Beispiel ein Gruppe für Menschen mit Angstzuständen gegründet, die sehr gut angenommen werde. Sie müssen nicht vor Ort sein, nicht hinfahren, und wenn es ihnen zu viel wird, können sie die Kamera ausschalten.

Auf Dauer aber kein Ersatz

Auch für Menschen mit schweren Erkrankungen sind die virtuellen Gruppentreffen von Vorteil. Sie können in der Regel nicht zwei Stunden vor Ort in einem der Gruppenräume sitzen. Zu Hause können sie liegen und so am Treffen teilnehmen. Trotzdem seien die Präsenztreffen nicht wirklich zu ersetzen, sagen die Teilnehmer. Es fehle die Atmosphäre, die Gemeinschaft und die Nähe.


Auch Thema auf SR 1 am 01.02.2021 in der Sendung "Hallo Saarland"

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