Paketlieferung (Foto: SR)

Paketzustellung in der Corona-Zeit

 

Auch in Corona-Zeiten dürfen Pakete nicht einfach so zugestellt werden. Bei kontaktloser Übergabe müssen die Paketzusteller dafür sorgen, dass Pakete nur 'unter Aufsicht' zugestellt werden. Einfaches Abstellen geht nicht. Hier ein paar Regeln, die man beachten sollte.

Kontaktlose Übergabe

Paketdienst: Was geht und was nicht?
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Paketdienst: Was geht und was nicht?

Die Paketboten müssen die Päckchen momentan mit Abstand sicher ablegen. Aber: Es ist wichtig, dass man als Empfänger dabei ist, denn nur dann zählt es wirklich als korrekte Zustellung. Ob wir auf dem Paket unterschreiben und der Postbote es abfotografiert oder der Paketbote für uns unterschreibt, das ist egal - aber es ist nur erlaubt, wenn wir wirklich dabei sind.

Regeln für die Zustellung

Der Postbote darf auf keinen Fall ein Paket im Flur oder im Garten oder sonst wo abstellen. Es wird zwar im Moment kontaktlos zugestellt, aber trotzdem müssen wir da als Empfänger im Regelfall dabei sein. Das kann auch der Nachbar sein.

Möglich sind allerdings sogenannte Abstellgenehmigungen oder Garagen-Verträge. Das muss entweder schriftlich oder online vereinbart werden. Viele Lieferanten bieten dazu eine App an. Dann einigt man sich auf einen Zustellort, zum Beispiel die Terrasse oder einen Ort, den man als sicher erachtet. Und dann kommt das Päckchen dorthin.

Warum ein Übergabeort wirklich sicher sein muss

Wichtig: Wenn der Zusteller per Foto oder eidesstattlicher Erklärung nachweisen kann, dass er das Paket dort abgelegt hat und es ist trotzdem weg, hat man das Problem auf seiner Seite. Deshalb sollte der Ablageort wirklich sicher und vor allem nicht einsehbar sein.

Zustellung nachverfolgen

Sollte man bei der Zustellung nicht zuhause sein und der Postbote hat keinen Zettel im Briefkasten hinterlassen, dann hilft die Sendungsnummer: Das sind bis zu 39 Ziffern, mit denen man das Paket online verfolgen kann. Dort steht auch meistens, an wen das Paket zugestellt wurde.

Wenn man den Namen beispielsweise auf der Karte gar nicht entziffern kann, dann sollte man auch in diesem Fall erstmal online überprüfen, ob dort der Empfängername zusätzlich eingetragen wurde. Sollte man dort nichts herausfinden können, dann hilft nur noch der Anruf bei der Service-Nummer, wo das Paket im Regelfall nochmal zurückverfolgt werden kann.

Das Paket gilt allerdings erst dann als zugestellt, wenn wir es in der Hand halten. Erst dann läuft die Widerrufsfrist an.


Auch Thema auf SR 1 am 09.02.2021 in der Sendung 'Dein Morgen im Saarland'.

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