Viele Pakete liegen in einem Paketzentrum  (Foto: picture alliance/Tom Weller/dpa)

Geschenkpakete rechtzeitig abschicken

  06.12.2021 | 00:00 Uhr

Paketdienste haben inzwischen das ganze Jahr über Hochkonjunktur. Denn durch Corona hat der Online-Handel deutlich zugenommen. Doch jetzt kommen auch noch die vielen Weihnachtspakete dazu. Die Paketdienste raten deshalb: Je eher man die Päckchen abschickt, desto besser. Wann Ihr spätestens am Paketschalter sein solltet, damit Eure Geschenke pünktlich auf dem Gabentisch liegen, zeigt unsere Übersicht.

Weihnachtspost rechtzeitig abschicken!
Audio
Weihnachtspost rechtzeitig abschicken!

Briefe und Postkarten brauchen in der Regel nur zwei Tage, bis sie dem Empfänger zugestellt werden. Wer also seine Weihnachtsgrüße zwei Tage vor Heiligabend abschickt, kann zuversichtlich sein, dass sie rechtzeitig zum Fest ankommen.

Anders ist das bei Päckchen und Paketen. Die Paketdienste haben Tausende zusätzlicher Arbeitskräfte im Einsatz, um die immensen Mengen zu bewältigen. Dennoch machen sie darauf aufmerksam, dass wegen Corona vor allem bei Sendungen ins Ausland mit Einschränkungen zu rechnen ist. Es ist auf jeden Fall ratsam, sein Weihnachtspäckchen so früh wie möglich auf den Weg zu bringen.

Weihnachtspost rechtzeitig aufgeben


Deutsche Post / DHL

Für eine rechtzeitige Zustellung vor dem Fest gelten folgende Einlieferungsfristen:

Briefe und Postkarten
22.12.21     innerhalb Deutschlands
14.12.21     in europäische Länder
07.12.21     außerhalb Europas

Päckchen und Pakete
20.12.21     innerhalb Deutschlands
14.12.21     nach Frankreich und Italien
15.12.21     übrige Nachbarländer
10.12.21     sonstige europäische Länder
07.12.21     außerhalb Europas (als Premium-Sendung)

(Quelle: deutschepost.de / dhl.de)


DPD

Damit Geschenke garantiert rechtzeitig zu Heiligabend zugestellt werden, sollten sie bis

21.12.21 - 12:00 Uhr     bei Standardpaketen innerhalb Deutschlands
23.12.21 - 12:00 Uhr     bei Expresspaketen innerhalb Deutschlands
17.12.21 - 12:00 Uhr     bei Paketen in EU-Länder

in einem Pickup Paketshop abgegeben werden.

(Quelle: dpd.com)


Hermes

Deutschlandweit garantierte Zustellung bis Heiligabend, wenn das Paket bis zum 20.12.21 um 23.59 Uhr im PaketShop abgegeben wird

(Quelle: myhermes.de)


GLS

Damit die Pakete noch vor Weihnachten ankommen, sollten sie bis

21.12.21 - 12:00 Uhr     bei Versand innerhalb Deutschlands
20.12.21 - 12:00 Uhr     bei Versand in EU-Nachbarländer
17.12.21 - 12:00 Uhr     bei Versand in weitere EU-Länder

in einem GLS-PaketShop abgegeben werden

(Quelle: gls-pakete.de)

Richtig verpacken, damit das Geschenk unbeschadet ankommt

Vor dem Verschicken steht das Verpacken. Hier gibt es einige Dinge zu beachten, damit dem problemlosen Versand nichts im Wege steht:


Eine angemessene Verpackung

Auch wenn es sich um ein Geschenk handelt, sollte man Geschenkpapier, Schleifen und Schnüre nicht als Paketverpackung wählen. Das verringert zum einen die Gefahr eines Diebstahls, zum anderen können sich die Schnüre und Schleifen schnell in den Sortiermaschinen verfangen.


Den Empfänger eindeutig benennen

Der Name des Empfängers auf dem Paket sollte mit dem im Personalausweis übereinstimmen. Spitznamen wie Tina statt Bettina sollten also vermieden werden.

Wer Weihnachtspost an Kinder verschickt, gibt als Empfänger am besten ein Elternteil an. Sonst kann es Probleme geben, wenn das Kind keinen Ausweis hat, den der Paketdienst akzeptiert.


Der Empfänger sollte bei der Lieferung zu Hause sein

Wenn bei der Lieferung niemand zu Hause ist, wird es knapp für das Weihnachtsfest, auch wenn man das Paket rechtzeitig abgeschickt hat. Denn das Paket kann erst in den Folgetagen abgeholt werden. Viele Dienstleister bieten eine Sendungsverfolgung an.


Gute Polsterung

Bei zerbrechlichen Geschenken ist es wichtig, sie gut in passende Kartons einzupacken und die Hohlräume mit Papier, Styroporchips oder Luftpolsterfolie auszukleiden. Das Paket ist während der Sendung einiger Belastung ausgesetzt und wird nicht immer sorgsam behandelt.


Teure Geschenke am besten versichern

Wenn trotz bester Polsterung etwas zu Bruch geht oder ein Paket unterwegs verschwindet, ist das doppelt ärgerlich. Denn: Nicht alles ist versichert. Es kommt hier auf den Wert des Inhaltes an. Bei DHL zum Beispiel sind nur Pakete bis zu einem Wert von 500 Euro versichert. Sobald das Präsent mehr wert ist als 500 Euro, entfällt die Haftung komplett. Päckchen und Standardbriefe sind nicht versichert.

Die Alternative ist der "WERT National Service". Bargeld und Wertsachen können damit innerhalb Deutschlands als versicherter Brief versendet werden. Bei Sachwerten haftet die Deutsche Post bis 500 Euro, bei Bargeld bis 100 Euro. Eine Kombination von Sachwert und Bargeld ist nicht möglich.

Verschickt man Pakete mit einem noch höheren Wert, ist eine separate Transportversicherung ratsam. DHL zum Beispiel bietet gegen Aufpreis einen Versicherungsschutz bis zu 2.500 Euro oder sogar bis zu 25.000 Euro an.


Achtung bei Sendungen ins Ausland

Bei Weihnachtspäckchen, die ins Ausland geschickt werden, ist nicht nur die stabile Verpackung, sondern auch der Inhalt relevant. So sehr Mama oder Oma selbstgebackene Plätzchen gerne an Kind oder Enkel verschicken möchten - in einigen Ländern ist dies unerwünscht. Wer also Lebensmittel ins Ausland verschicken möchte, sollte sich vorher genau über die im Empfängerland geltenden Einfuhrbestimmungen erkundigen.


Auch Thema auf SR 1 am 6.12.2021 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland'.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja