Symbolbild Schwimmbad (Foto: pixabay/12019)

Erste Freibäder geöffnet

  22.06.2020 | 07:24 Uhr

Trotz Corona soll es in diesem Jahr eine Freibadsaison im Saarland geben. Seit dem 8. Juni haben die ersten Freibäder geöffnet. Dabei müssen strenge Vorgaben und Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Wo Ihr schon schwimmen gehen könnt, erfahrt Ihr hier.

Der Sommer naht und damit auch die Hoffnung auf erfrischende Stunden im Freibad. Normalerweise hätte die Saison schon im Mai begonnen. Doch wegen Corona ist alles anders. Seit dem 8. Juni dürfen die Freibäder im Saarland öffnen - allerdings nur unter strengen Auflagen.

Welches Bad macht auf, welches nicht?

Ausführliche Informationen
Welche Freibäder im Saarland sind offen?

Städte- und Gemeinderäte prüfen, was machbar ist. Für viele ist das auch eine wirtschaftliche Frage. Erst recht, wenn man nur 20 Prozent der üblichen Besucherzahl ins Bad lassen darf. Daher werden wohl nicht alle Freibäder mitmachen können.

GESCHLOSSEN BLEIBEN

'Das Blau' in St. Ingbert sowie die Freibäder in Heinitz, Ottweiler, Quierschied, Wallerfangen, Weiskirchen und die beiden Schwimmbäder in Kirkel.

ES ÖFFNEN BZW. HABEN GEÖFFNET

am 8. Juni
das Freibad in St. Wendel, in Friedrichsthal und das Naturbad Heilborn Merzig

Reportage aus dem Naturbad Heilborn in Merzig.
Audio
Reportage aus dem Naturbad Heilborn in Merzig.

am 10. Juni
das Naturfreibad Nonnweiler-Primstal

am 11. Juni
der Losheimer Stausee

am 13. Juni
das Strandbad am Bostalsee
das Schwarzenbergbad in Saarbrücken
das Freibad in Altenkessel, in Dudweiler und in Fechingen

am 15. Juni
das Freibad in Dillingen, in Gersheim, in Homburg, in Neunkirchen, in Riegelsberg, in Saarlouis, in Wiebelskirchen
und das Kombibad Freisen.

am 19. Juni
das Freibad in Kleinblittersdorf

am 22. Juni
das Freibad Wadgassen

am 24. Juni
das Freibad in Uchtelfangen

am 26. Juni
das Freibad in Walsheim

am 1. Juli
das Freibad in Schwalbach und in Ensdorf

am 3. Juli
das Erlebnisbad Schaumberg in Tholey.

am 6. Juli
DAS BAD in Merzig

Auch in Saarwellingen, Blieskastel, Mettlach und Riegelsberg könnte es bald losgehen, hier sind die Vorbereitungen schon weit voran geschritten.

HOFFNUNG FÜR VEREINE: NEUNKIRCHEN

Vereine trainieren normalerweise im Hallenbad. Ausschließlich für sie will Neunkirchen sein Hallenbad öffnen; es liegen auch schon viele Anfragen von Vereinen aus anderen Gemeinden vor.

Die neuen Regelungen

Für alle Bäder, die öffnen, gelten spezielle Vorgaben wie Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen.

  • Tickets soll es nur über ein Online-Ticketsystem geben, damit es keine Warteschlangen an Kassen gibt. In St. Wendel könnte es möglicherweise ab 3. Juni auf der Homepage der Stadt online gehen. Auch Saarbrücken arbeitet daran; hier soll es auf der Homepage der Bäderabteilung eingerichtet werden. Andere Gemeinden wollen zusammenarbeiten, um Kosten zu sparen.

  • Die Bäder dürfen nur eine bestimmte Anzahl von Badegästen in die Anlage hinein lassen - sie liegt bei etwa einem Fünftel der normalen Besucherzahl.

  • Auch die Zahl der Schwimmer in den Becken wird begrenzt. Denn auch im Wasser muss der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Eine Möglichkeit ist daher, entsprechende Bahnen abzugestecken, in denen die Schwimmer dann im Einbahnstraßenverkehr ihre Runden drehen können.

  • Planschbecken und Rutschen bleiben geschlossen. Umkleidekabinen wahrscheinlich auch.

  • Die Bäder werden wohl auch mit Zeitfenstern arbeiten, das heißt, sie lassen die Badegäste immer nur für eine bestimmte Zeit hinein; dann müssen alle das Freibad verlassen. Dann ist eine Stunde Pause, in der alles neu desinfiziert wird. Danach wird das Bad wieder für die nächsten Gäste geöffnet.


Beispiel Fechingen

Badespass im Freibad Fechingen unter Corona-Regeln
Audio
Badespass im Freibad Fechingen unter Corona-Regeln

Pro Tag gibt es im Freibad in Frechingen zwei Zeitfenster. Dann können jeweils bis zu 800 Besucher aufs Gelände. Im Wasser ist nur "Einbahnstraßenschwimmen" erlaubt. Ulrike Reimann von den Stadtwerken Saarbrücken meinte, das Wieder-Hochfahren nach der langen Schließung habe im Großen und Ganzen ganz gut geklappt. Ein paar Dinge wurden für die Badegäste aber angepasst. So kamen einige Ältere mit den Online-Tickets nicht so gut mit klar. Sie können sich jetzt vor Ort ein Ticket kaufen. Insgesamt werden 50 Plätze für sie frei gehalten.


Beispiel Ottweiler

Das Freibad Ottweiler bleibt geschlossen
Video [aktueller bericht 02.06.2020]
Das Freibad Ottweiler bleibt geschlossen

Vielerorts wurde gerechnet und geprüft, ob es sich angesichts der vielen Vorgaben überhaupt lohnt, das Bad zu öffnen. In Ottweiler hat man sich dagegen entschieden; hier bleibt das Freibad in diesem Sommer zu. Ausschlaggebend dafür waren in erster Linie die Finanzen. Normalerweise muss die Stadt jedes Jahr 300.000 Euro zur Deckung der Kosten aufbringen; in diesem Jahr kämen erhebliche Mehrkosten hinzu, unter anderem für das Ticketsystem, für zusätzliches Personal, für Security u.s.w., so dass sich diese Summe am Ende verdoppeln würde. Das ist nicht machbar, sagt Bürgermeister Holger Schäfer.

Und das bei eingeschränktem Bade"vergnügen", so Schäfer: Zum einen dürften nur 381 Gäste pro Tag ins Bad, normalerweise sind es 1700. Zum anderen macht es zum Beispiel den Kleinen keinen Spaß, wenn sie sich im Kinderbecken nur ins Wasser stellen oder im Kreis gehen können. Die Rutsche ist gesperrt und ständig wird kontrolliert, ob die Mindestabstände eingehalten werden.

Weitere Informationen

Wegen Hygiene- und Schutzmaßnahmen
Freibad in St. Ingbert bleibt im Sommer zu
Das St. Ingberter Freibad "Das Blau" bleibt wegen der Corona-Pandemie in diesem Sommer geschlossen. Die Bäderbetriebsgesellschaft äußert Bedenken, ob man die corona-bedingten Hygiene- und Schutzmaßnahmen gewährleisten könne.

Auch Thema in den Sendungen von SR 1 am 22.06., 03.06. sowie am 28. und 29.05.2020.

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