Ein mobiler Blitzer an der Saarbrücker Westspange (Foto: SR/Felix Schneider)

Neuer Bußgeldkatalog in Kraft getreten

  09.11.2021 | 06:30 Uhr

Am 9. November ist ein komplett neuer Bußgeld-Katalog für den Straßenverkehr in Kraft getreten. Verkehrssünder werden stärker zur Kasse gebeten. In vielen Fällen müssen sie sogar doppelt so tief wie bisher in die Tasche greifen. Wir haben einige Beispiele zusammengestellt.

Falschparker und Raser müssen seit Dienstag mit deutlich höheren Bußgeldern rechnen. Wer zum Beispiel innerorts mit 16 bis 20 Stundenkilometern zu schnell geblitzt wurde, musste dafür bisher 35 Euro bezahlen. Ab sofort kostet dies 70 Euro.

Höhere Bußgelder für Verkehrssünder
Audio [SR 1, Jessica Ziegler, Christian Balser, Marc-André Kruppa, 09.11.2021, Länge: 01:39 Min.]
Höhere Bußgelder für Verkehrssünder

Bei den Punkten in Flensburg ändert sich jedoch nichts: Die gibt es erst, wenn man mindestens 21 Kilometer pro Stunde zu schnell war. Und auch bei den Fahrverboten bleibt alles beim Alten. Wer zum Beispiel innerorts 30 Stundenkilometer zu schnell fährt, muss seinen Führerschein einen Monat lang abgeben.

Falschparken

Auch Parksünder müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Ganz neu ist: Wer seinen Wagen auf einem Parkplatz abstellt, der eigentlich für E-Autos oder Car-Sharing-Fahrzeuge gedacht ist, muss ab sofort 55 Euro berappen. Bisher wurde hierfür kein Bußgeld fällig.

Wer verbotswidrig auf Rad- und Gehwegen parkt, muss nun bis zu 110 Euro statt bisher bis zu 35 Euro zahlen. Das gilt auch für das Halten und Parken in zweiter Reihe.

Für das Abstellen eines unberechtigten Fahrzeuges auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz sind ab sofort 55 Euro statt 35 Euro fällig.

Wer eine Feuerwehrzufahrt zuparkt oder ein Rettungsfahrzeug behindert, zahlt nun 100 statt früher bis zu 65 Euro. Zudem gibt es einen Punkt in Flensburg. Den bekommt auch jeder, der einen Geh- oder Radweg länger als eine Stunde blockiert und dabei andere behindert.

Rettungsgasse

Als neuer Tatbestand wurde zudem das unerlaubte Nutzen oder Durchfahren einer Rettungsgasse in den Bußgeldkatalog aufgenommen. Wer diese dazu verwendet, um im Stau schneller vorwärts zu kommen, muss jetzt genauso viel zahlen, wie wenn er keine Rettungsgasse bildet: zwischen 200 und 320 Euro. Zudem gibt es einen Monat Fahrverbot.

Weitere Informationen zum neuen Bußgeldkatalog findet man beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.


Auch Thema auf SR 1 am 09.11.2021 in der Sendung 'Dein Morgen im Saarland'.

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