Apotheke (Foto: pixabay/Hayleybarcar)

Neu ab Juli

  02.07.2018 | 00:00 Uhr

Im Juli werden einige Veränderungen wirksam. Unter anderem erhöht die Post ihre Preise, Reisenden wird mehr Schutz zugesprochen und Rentner erhalten mehr Geld.

Neues Pauschalreiserecht

Urlaub soll Spaß machen und für Erholung sorgen, doch wenn etwas schief geht, ist der Ärger meist groß. Um die Reklamation von Reisemängeln zu erleichtern, ist die Meldefrist auf zwei Jahre erhöht worden. Aber auch Veranstalter haben mehr Freiheiten. Bis zu acht Prozent dürfen sie nach der Buchung bis zu 20 Tage vor Reisebeginn die Preise erhöhen. Kunden können jedoch dann kostenlos vom Vertrag zurücktreten.

Vom Schutz ausgenommen sind ab 1. Juli Tagesreisen bis 500 Euro, sowie Ferienwohnungen und Ferienhäuser, die über einen Reiseveranstalter gebucht werden. Reisende können den Veranstalter damit nicht mehr bei Mängeln, oder wenn der Veranstalter zahlungsunfähig wird, belangen.

Mehr Rente

Ab Juli dürfen sich Rentner freuen. Auf ihren Konten verbuchen sie ein Plus von 3,22 Prozent - im Osten sogar 3,37 Prozent. Bis 2024 sollen die Renten im Osten wie im Westen angeglichen werden.

Warnhinweise auf Medikamenten

Rezeptfreie Schmerzmittel wie beispielsweise Ibuprofen oder Aspirin dürfen nur noch mit einem Warnhinweis auf der Verpackung verkauft werden: "Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!" Verschreibungspflichtige Medikamente werden mit einem individuellen Erkennungsmerkmal bedruckt. Mit dieser Maßnahme sollen Fälschungen oder Manipulationen verhindert werden.

Tempolimit auf französischen Landstraßen

Runter vom Gas heißt es ab 1. Juli auf französischen Landstraßen, denn dort werden Verkehrsteilnehmer auf Tempo 80 beschränkt. Während vorher 90 Stundenkilometer erlaubt waren, reagiert Frankreich mit dem niedrigeren Tempolimit auf die steigende Zahl von Verkehrstoten durch überhöhte Geschwindigkeit.

Verbot von Amalgam für Risikogruppen

Bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter 15 Jahren dürfen Zahnärzte kein Dentalamalgam mehr verwenden. Gesetzliche Krankenkassen zahlen stattdessen bei Risikogruppen Füllungen aus Kunststoff. Grundlage dafür ist eine EU-Regelung, nach der die Quecksilbernutzung reduziert werden soll.

LKW Maut auf Bundesstraßen

Auf allen Bundesstraßen gilt ab 1. Juli LKW-Maut. Bisher waren nur Autobahnen und gut ausgebaute Bundesstraßen mautpflichtig. Ab jetzt müssen LKW-Fahrer auf den gesamten 39.000 Kilometern Bundesstraße zahlen.

Preiserhöhung bei der Post

Zum 1. Juli erhöht die Post ihre Preise für Büchersendungen bis 500 Gramm auf 1,20 Euro (statt bisher 1 Euro) und Sendungen über 1.000 Gramm auf 1,70 Euro (bisher 1,65 Euro). Auch bei Warensendungen wird es teurer. Bis 50 Gramm und 15 Zentimeter Höhe wird der Preis von 0,90 Euro auf 1,30 Euro erhöht und für Sendungen bis 500 Gramm von 1,90 Euro auf 2,20 Euro. Bis 1.000 Gramm ändert sich der Preis nicht.

Bessere Überwachung des Arbeitsschutzes

Die Bundesagentur für Arbeitet leitet Betriebsdaten an die obersten Arbeitsschutzbehörden der Länder weiter. So soll der Arbeitsschutz in Betrieben besser überwacht werden.

Auskunft über biologische Eltern

Kinder, die ab Juli 2018 durch eine Samenspende gezeugt wurden, erhalten in Zukunft Auskunft durch das Samenspende-Register über ihre biologischen Eltern. Der Antrag kann von Erziehungsberechtigten gestellt werden, aber auch durch die Kinder, sobald sie 16 Jahre alt sind. Einen rechtlichen Anspruch auf Sorgerecht, Unterhalt oder Erbe entstehen durch die Auskunft jedoch nicht.

Artikel mit anderen teilen