Das Netflix-Logo erscheint auf einem TV-Bildschirm (Foto: Pixabay / Tumisu)

Wie gefährlich ist "Squid Game"?

  05.11.2021 | 13:40 Uhr

Seit September ist auf Netflix die Serie "Squid Game" zu sehen. Und löst inzwischen große Diskussionen aus. Wie gefährlich ist diese gewaltverherrlichende Serie vor allem für junge Menschen? Wir haben mit Ruth Meyer, Direktorin der Landesmedienanstalt des Saarlandes, gesprochen.

Das Streamingportal Netflix bietet derzeit eine Serie aus Südkorea an, die äußerst gewalttätig und vor allem bei jungen Leuten aber ein Riesenerfolg ist: "Squid Game" - auf Deutsch "Spiel des Tintenfisches". Darin kämpfen hoch verschuldete Menschen auf Leben und Tod gegeneinander. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 45,6 Millionen Won, was etwa 33 Millionen Euro entspricht. Die Kandidaten, die ausscheiden, fahren allerdings nicht nach Hause, sondern werden erschossen.

Diese Serie ist die bisher erfolgreichste Produktion für Netflix: Nach vier Wochen wurde "Squid Game" von fast 111 Millionen Konten angesehen. Durch die massiven gewaltverherrlichenden Darstellungen hat die Serie nun Diskussion ausgelöst - vor allem mit Blick auf den Jugendschutz.

Menschen in Spielen auf Leben und Tod gegeneinander antreten zu lassen, ist an sich nichts Neues. Das gab es auch schon in dem Film "Running Man" aus dem Jahr 1987 und ist auch das Prinzip in "Tribute von Panem". Das Perfide bei der "Squid Game"-Story ist, dass die Teilnehmer gar nicht wissen, dass ihr Einsatz das eigene Leben ist.

Wie gefährlich ist "Squid Game"?
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Wie gefährlich ist "Squid Game"?
Ruth Meyer, Direktorin der Landesmedienanstalt des Saarlandes, über die Serie "Squid Game".

Eltern sollten aktiv werden

Das Brisante: Die Serie ist für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben. Allerdings: Um sich bei Netflix anzumelden, muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Daher ist das gesamte Netflix-Angebot zunächst jedem Abonnenten zugänglich.

Prinzipiell kann man bei Netflix aber auch Inhalte sperren. Davon sollten Eltern unbedingt Gebrauch machen, rät Ruth Meyer, die Leiterin der Landesmedienanstalt (LMS). Man sollte also Profile anlegen für das Kind, je nach Alter, das kann man bei Netflix einstellen, und dann werden auch nur entsprechende Angebote präsentiert.

Sinnvoller wäre es aber, so Meyer, wenn dieses Prinzip umgekehrt würde: Die Dienste sollten so eingestellt sein, dass sie erst einmal nichts anbieten, was Jugendschutz-relevant sein könnte. Damit müssten die Nutzer selbst aktiv werden, wenn sie nicht jugendfreie Angebote ansehen wollen.

Mehr Infos zum Thema
auf der Homepage der Landesmedienanstalt Saarland
unter flimmo.de und
unter klicksafe.de.


Auch Thema auf SR 1 am 5.11.2021 in der Sendung "Dein Mittag im Saarland".

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