Mond  (Foto: dpa/picture alliance/Sven Hoppe)

Himmlisches Spektakel über dem Saarland

  27.07.2018 | 07:00 Uhr

Am Freitagabend lieferte uns die Natur wieder ein Spektakel der Extraklasse. Am Nachthimmel konnte man dann ein sehr seltenes Phänomen bestaunen.

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So war sie, die Mondfinsternis
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So war sie, die Mondfinsternis
Die sozialen Netzwerke sind voll - mit tollen Fotos vom Blutmond. Mit ein bisschen Glück konnte am 27.07. abens auch der Mars gesehen werden. Mit noch mehr Glück sogar der "Astro-Alex" mit seiner ISS-Raumstation. Richtig gut ging das von der Sternwarte Peterberg. SR 1-Reporterin Lisa Reister hat dort mit vielen Saarländern in den Nachthimmel geschaut:

In der Nacht von Freitag auf Samstag fand zunächst eine gewöhnliche Mondfinsternis statt. Das Besondere daran: Es kam zu einem extrem seltenen Zusammentreffen, das sich nur alle 105 Jahre ereignet. Zeitgleich befand sich nämlich der Mars in besonderer Erdnähe. Experten sprechen von einer Oppositionsstellung.

Was passierte genau?

Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond und wirft dadurch einen Schatten in den Weltraum. Der Mond wandert durch den Erdschatten und erhält durch das Licht der Atmosphäre die typisch rote Färbung, weshalb häufig auch von einem "Blutmond" die Rede ist.

Der Mars hingegen ist bereits bekannt als der rote Planet. In diesem Jahr kam er der Erde ziemlich nah und leuchtete deshalb besonders hell. Das bedeutete für Freitagnacht: Am Himmel waren ein rötlich-schimmernder Mond und in unmittelbarer Nähe ein rot-leuchtender Stern zu sehen.

Wann war die Mondfinsternis zu sehen?

Die Mondfinsternis begann bereits mit dem Untergang der Sonne und dauerte 103 Minuten. Im Verlauf der Dunkelheit wurde das Farbenspiel am Himmel sichtbar. Ein extrem seltenes und wunderschönes Naturschauspiel! Natürlich konnte man das Phänomen auch direkt von der Sternwarte aus beobachten.

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