Ein achtjähriger Junge beim Fernsehschauen.  (Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa)

Ernstnehmen, Besprechen und Aufklären

  18.03.2020 | 09:18 Uhr

Kein Thema ist momentan so präsent wie das Corona-Virus und alles, was damit zu tun hat. Und das kommt auch bei Kindern an. Selbst für Erwachsene ist das nicht immer ganz leicht, damit umzugehen und das einzuordnen. Aber für die Kids, die gerade auch viel zuhause sind, weil keine Schule und keine KiTa geöffnet ist, für die ist das nochmal schwieriger als für uns.

Kinder und Corona: Ernstnehmen, Besprechen und Aufklären
Audio [SR 1, (c) SR/Christina Balser und Kerstin Mark, 18.03.2020, Länge: 05:00 Min.]
Kinder und Corona: Ernstnehmen, Besprechen und Aufklären

"Kinder verstehen schon sehr früh, dass im Moment etwas los ist, was auch den Erwachsenen Angst macht", sagt Iren Schulz, Mediencoach bei der Website "Schau hin!". Das beginne schon im Kindergartenalter. Die Tragweite und unterschiedliche Facetten nähmen auch schon Grundschulkinder wahr. Auf keinen Fall sollte man deshalb Kindern gegenüber versuchen das Thema komplett auszublenden. "Wichtig ist aber, dass Eltern herunterbrechen, besprechen und erklären", so Schulz weiter. Sollten Kinder dennoch Angst oder sogar Albträume haben, sollten Eltern dem nachgehen und herausfinden was genau das Kind gehört oder gesehen hat. Hilfreich sei vor allem auch der Hinweis auf regelmäßiges Händewaschen.

Auf "Bildschirmzeiten" achten

KiTas und Schulen haben wegen des Virus zurzeit geschlossen, viele Eltern beschäftigen ihre Kinder deshalb mit Handys oder Fersehen. Doch die "Bildschirmzeiten" sollte man beschränken, sagt Mediencoach Iren Schulz: "Wir empfehlen, dass Kinder bis 5 Jahre eine halbe Stunde Bildschirmzeit haben, bis 9 Jahre eine Stunde und darüber hinaus sollte man Wochenkontigente zur Verfügung stellen". Aber in diesen Zeiten könne man aber auch mal ein Auge zudrücken.

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Auch Thema auf SR1 am 18.03.2020 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen.

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