Masernimpfung (Foto: SR)

Kinderärzte für Masern-Impfpflicht

  26.03.2019 | 00:59 Uhr

Europaweit haben sich die Fälle von Masern zuletzt verdreifacht. Wer nicht geimpft ist, kann sich anstecken und den Erreger weiterverbreiten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte im Saarland hat sich daher für eine Impfpflicht ausgesprochen. Es geht auch darum, die Eltern vom Sinn der Impfung zu überzeugen, so Benedikt Brixius, der Sprecher des Bundesverbandes. Denn manche Kinder sind auch nach der Zweitimpfung noch nicht ausreichend geschützt. Um deren Leben nicht zu gefährden, sollten keine ungeimpften Kinder Gemeinschaftseinrichtungen besuchen dürfen.

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Gefährdete Kinder müssen geschützt werden
Gefährdete Kinder müssen geschützt werden
Benedikt Brixius, der Sprecher des Bundesverbandes, im SR 1-Interview


In Europa ist die Zahl der Masern-Erkrankungen stark gestiegen, im Saarland sind derzeit noch keine Fälle bekannt. Gesundheitsministerin Bachmann ist zufrieden mit der Zahl der Erstimpfungen, sie liegt im Saarland bei 98,1 Prozent.

Sorgen macht ihr aber, dass an der wichtigen zweiten Impfung, der Auffrischungsimpfung, nur noch 91 Prozent teilnehmen. Dem würde die Ministerin aber eher mit einer Aufklärungskampagne begegnen wollen als mit einer Impfpflicht:

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"Ich appelliere an die Eltern"
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"Ich appelliere an die Eltern"


Weitere Informationen zum Thema:

Koalition prüft Masern-Impfpflicht
Angesichts einer alarmierenden Zunahme von Masern prüft die Koalition derzeit eine bundesweite Impfpflicht gegen die Virusinfektion. Auch die FDP zieht mit: Kinder nicht impfen zu lassen, sei "verantwortungslos".


Auch Thema auf SR 1 am 26.03.2018 in den Sendungen 'Dein Vormittag im Saarland' und 'Hallo Saarlland'..

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