Blick über die Marina von Palma de Mallorca (Foto: Pixabay/KocBar)

Abflug nach Mallorca

  16.03.2021 | 09:30 Uhr

Urlaub. Reisen. Wer träumt nicht davon in diesen Zeiten? Wer sehnt sich nicht nach seinem Lieblingsort, seiner Lieblingsinsel, seinem Lieblingsland? Aber viele Urlaubsziele sind vom RKI als Corona-Risikogebiet eingestuft. Für die Balearen allerdings ist seit Sonntag aufgrund der niedrigen Inzidenzen die Reisewarnung aufgehoben. Mallorca-Fans können also wieder dorthin fliegen – unter bestimmten Maßnahmen.

'Reisewarnung aufgehoben' – Was bedeutet das?

Nachdem die Reisewarnung für die Balearen und somit auch für die größte Insel Mallorca aufgehoben ist, darf jeder wieder auf die Insel reisen.

Auf nach Mallorca
Audio [SR 1, (c) SR 1 Jessica Ziegler, Christian Balser, Oliver Neuroth, Carl Rolshoven, 16.03.2021, Länge: 05:02 Min.]
Auf nach Mallorca

Einen Vorteil hat die Entwarnung: Rückkehrer aus diesem Gebiet müssen nicht mehr in Quarantäne. Aber: Die Pflicht, bei Einreise auf dem Airport in Palma einen negativen PCR-Test vorzulegen, bleibt bestehen. Der darf auch nicht älter als 72 Stunden sein. Außerdem müssen alle internationalen Mallorca-Einreisenden ein Formular zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Das findet man im ‚Spain Travel Health'-Portal. Dieses Formular erzeugt einen QR-Code, der bei der Einreise eingelesen wird. Und natürlich gilt weiterhin die Maskenpflicht, auch im Freien und selbst dort, wo keine anderen Menschen sind. Auch im Biergarten, in der Kneipe, im Restaurant oder Café muss die Maske getragen werden und darf nur zum Trinken und Essen abgenommen werden.


Ausgangssperre und beschränkte Öffnung

Wer sich auf einen ausgiebigen Partyurlaub freut, der wird enttäuscht werden. Feiern an der Playa de Palma am Ballermann geht natürlich nicht so wie vor der Pandemie. Das lassen die Corona-Auflagen nicht zu.

Auch wer einen Abendspaziergang mit Restaurantbesuch plant, sollte vorbereitet sein: Bars und Restaurants dürfen nur bis 17 Uhr nachmittags öffnen. Und von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens gilt die nächtliche Ausgangssperre. Aber ein kleiner Lichtblick ist zu sehen: Die Regierung deutet an, dass – unter der Vorrausetzung, dass die Coronazahlen niedrig bleiben - die Auflagen etwas gelockert werden. An welcher Stelle genau, das steht noch nicht fest. 


„Insel im Winterschlaf“

Beliebt als Souvenir: Schlüsselanhänger mit dem Aufdruck "Mallorca" (Foto: Pixabay/MallorcaGraphics)

Spaziert man durch die Straßen Palmas oder einer anderen Stadt auf Mallorca, dann ist das ein trauriges Bild: viele Geschäfte geschlossen, kaum Touristen. Aus diesem Grund sind die Einheimischen nach der Bekanntgabe der Reiseentwarnung erleichtert und freuen sich, dass das Geschäft wieder losgehen kann. Die Insel lebt vom Tourismus – nicht nur Hotels und Gaststätten, auch Taxi- und Busunternehmer, Ladenbesitzer und viele andere Dienstleister. Jeder Fünfte auf den Balearen ist arbeitslos gemeldet, Tausende sind in Kurzarbeit. Viele Einzelhändler - wie Andenkengeschäfte oder Klamottenläden - und kleine Familienbetriebe sind schwer getroffen von der Pandemie. Sie haben keine großen Rücklagen für ‚schlechte Zeiten‘. Viele von ihnen mussten ihren Betrieb schließen – und zwar für immer.

Bisher sind Touristen noch rar, man trifft überwiegend Mallorquiner oder Spanier vom Festland, die vielleicht dienstlich auf der Insel weilen. Aber Mallorca braucht die Urlauber und freut sich sie zu begrüßen.


Weitere Infos

tagesschau.de
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Noch lange kein normaler Urlaub
Kurz vor Beginn der Osterferien fällt die Reisewarnung für Mallorca und weitere Urlaubsziele in Spanien und Portugal. Damit wird das Reisen dorthin zwar bequemer - die frühere Normalität ist aber noch lange nicht zurück.


Thema auf SR 1 am 16.03.2021 in der Sendung "Dein Morgen im Saarland"


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