Ein Strand in der Türkei (Foto: pixabay / sulox32)

Tipps für einen entspannten Last-Minute-Urlaub

 

Der Sommer steht vor der Tür - viel Zeit ist also nicht mehr, um einen tollen Urlaub zu planen. Wer trotzdem nicht auf Sonne, Strand und Meer verzichten möchte, der bucht last minute. Damit das Ganze entspannt und ohne Probleme abläuft, kommen hier einige Tipps.

Reiseangebote checken

Wer seinen Urlaub kurzfristig plant, sollte trotzdem vorher aufmerksam die Preise vergleichen. Denn Schnäppchen ist nicht gleich Schnäppchen. Manche Angebote sind nur deshalb billiger, weil sie um bestimmte Leistungen wie Halbpension oder Transfer gekürzt wurden. Deshalb sollten Schnäppchenjäger genau überprüfen, was in der Buchung enthalten ist: Wie steht es um die Verpflegung, den Hoteltransfer und das Gepäck?

Wohin im Last Minute Urlaub?
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Wohin im Last Minute Urlaub?
Reiseexpertin Tina Alles nennt ein paar Beispiele.

Je nach Reiseziel muss der Urlauber sich zusätzlich um ein Visum, Transportmittel und vorgeschriebene Impfungen kümmern. Hier gilt: Je detaillierter die Beschreibung, desto besser. Individuelle Wünsche sollten bei der Buchung angesprochen und im Reisevertrag festgehalten werden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt außerdem, bei allen Angeboten auf eine deutliche Kennzeichnung des Anbieters zu achten.

Sicherheit bei der Buchung

Last-Minute-Urlauber sollten niemals ohne Vorlage eines Sicherungsscheins bezahlen. Dieser Schein sichert die Verbraucher gegen Veranstalterpleiten ab. Man findet ihn auf der Rückseite der Reisebestätigung.

Außerdem müssen die allgemeinen Geschäftsbedingungen in der Buchung vollständig und leicht zu finden sein. Die sollte sich der Reisende unbedingt vor der Buchung anschauen. Klar, das ist viel Text – aber am Ende lohnt es sich. Denn hier werden oft Ausnahmeklauseln festgehalten. Ein Beispiel: Bei Reisen, die weniger als sieben Werktage vor Abreise gebucht werden, kann der Veranstalter dem Kunden, wenn er möchte, erst ganz kurz vor Abreise die Reisebestätigung ausstellen – zum Beispiel am Flughafen. Das kann für den Urlauber stressig werden.

In jedem Fall müssen die Urlauber informiert werden, was bei Beanstandungen zu tun ist und an wen sie sich wenden können.

Rechte als Fluggast

Umbuchungen oder Stornierungen sind bei den meisten Gesellschaften nur gegen hohe Gebühren möglich. Was viele nicht wissen: Egal aus welchem Grund der Fluggast einen Flug nicht nutzen kann oder will, die anfallenden Gebühren müssen immer von der Fluggesellschaft erstattet werden. Zumindest, wenn die Airline den Platz anderweitig vergeben kann.

Wird der Flug gecancelt oder hat Verspätung, dann hat der Fluggast immer Anspruch auf eine Entschädigungszahlung von bis zu 600 Euro.
Bei Ausfällen muss der Reiseveranstalter sich um einen Alternativflug kümmern. Gegebenenfalls erwartet den Urlauber zusätzlich eine Reisepreisminderung.

Vorsicht bei AirBnB

Laut Verbraucherzentrale ist das Privatzimmerportal AirBnB mit Vorsicht zu genießen. „Im Netz kann alles gefälscht werden. Man weiß nie, was einen tatsächlich erwartet“, sagt ein Sprecher der Verbraucherzentrale. Wenn der Reisende Probleme mit der Unterkunft oder dem Gastgeber bekommt, sei er bei Airbnb schnell auf sich gestellt: Da das Unternehmen, vermutlich aus Steuergründen, in Irland registriert ist und keine Zweigstelle in Deutschland hat, könnten Nutzer auch nur dort und nach irischem Recht klagen.

Laut Verbraucherzentrale ein kritikwürdiges Konzept. Wer über AirBnB bucht, sollte vorab nach dem Gastgeber googlen und die Online-Bewertungen gründlich durchgehen. „Hier sollte man vor allem die negativen Bewertungen ernst nehmen“, sagt der Sprecher der Verbraucherzentrale, „die positiven kann man als Gastgeber leicht fälschen.“

Abo-Fallen: Doppelt und dreifach

Wer einen Flug, ein Hotel oder eine Pauschalreise bucht, dem wird gerne mal eine Reiserücktrittsversicherung angedreht. Das ist laut Verbraucherzentrale in den meisten Fällen völlig überflüssig und manchmal sogar illegal. Deswegen sollten Urlauber, die online buchen, jeden Buchungsschritt via Screenshot festhalten, um später nachweisen zu können, was genau in der Buchung stand. „Die wichtigste Frage ist: Brauche ich überhaupt eine Reiserücktrittsversicherung?“, sagt die Verbraucherzentrale.

„Viele lassen sich durch solche Angebote beirren und versichern sich doppelt und dreifach, weil sie nicht wissen, dass in ihrer Hausratsversicherung oder in anderen Pauschalpaketen die Reiserücktrittsversicherung bereits enthalten ist.“ Deshalb sollte man vorher genau checken, welche Versicherungen man bereits abgeschlossen hat – vielleicht, ohne es zu wissen.

Tipps und Ratgeber
Urlaub in der Region: Das hat das Saarland zu bieten
Wer sagt, dass man immer gleich in den Flieger steigen muss, um einen schönen Urlaub zu verbringen? Das Saarland hat schließlich einiges zu bieten. Ob Übernachtungen hoch oben in den Bäumen oder Familienurlaube im Zirkuswagen - die Region zeigt, was sie kann.

Über dieses Thema wurd auch in "Balser & Mark" am 24.05.2018 berichtet.

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