"Fridays for Future"-Kundgebung in St. Ingbert (Foto: SR)

Was ist beim Klimastreik erlaubt?

  20.09.2019 | 11:21 Uhr

Was kann passieren, wenn man wegen einer Demonstration unentschuldigt fehlt?

Rechtslage der Schüler: Wer für "Fridays-for-Future" die Schule schwänzt, verstößt gegen das Gesetz und fehlende Stunden werden auf dem Zeugnis notiert.

Können Schüler sich für eine Demo beurlauben lassen?

Eltern können nach dem Schulrecht der Bundesländer eine Beurlaubung vom Unterricht beantragen. Allerdings muss dafür ein besonders begründeter Ausnahmefall vorliegen. Einen richtigen Anspruch darauf, für eine Demonstration freigestellt zu werden, hat man allerdings nicht.

Kompromissbereitschaft der Schulen

Einige Schulen bieten pragmatische Lösungen an, etwa ein Nacharbeiten der versäumten Stunden am Nachmittag.

Was aber droht Arbeitnehmern, die sich an den Protesten anschließen wollen?

Arbeitnehmer können sich bei einer Demonstration für mehr Klimaschutz nicht auf das Streikrecht berufen. Streiken darf man nur für Ziele, die in einem Tarifvertrag geregelt werden können; und wenn der Streik gewerkschaftlich organisiert ist. Wer also heute für das Klima auf die Straße gehen will, muss Urlaub nehmen oder Überstunden abfeiern.

tagesschau.de
Klimastreik - Wer darf streiken?
Wer am Freitag für das Klima auf die Straße gehen will, muss Urlaub nehmen oder Überstunden abfeiern. Ein Überblick, was noch zu beachten wäre.
Weltweite Proteste
10.000 Demonstranten bei Klimastreik in Saarbrücken
Zusammen mit zahlreichen weiteren Organisationen hatte die Fridays-For-Future-Bewegung am Freitag zum internationalen Klimastreik aufgerufen. In der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 10.000 Menschen.

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