Kiebitz (Foto: Sina Schuldt/dpa)

Kiebitz vom Aussterben bedroht

  13.12.2019 | 15:55 Uhr

Noch vor 50 Jahren war der Kiebitz auf den Feldern und Wiesen in Deutschland häufig zu sehen. Doch jetzt ist er im Saarland nahezu ausgestorben. Ein NABU-Sprecher sagte dem SR, es gebe derzeit weniger als fünf Brutpaare dieser seltenen Vogelart im gesamten Saarland.

Die meisten Brutpaare brüten demnach im Beeder Bruch zwischen Kirkel und Homburg., der bereits als Schutzgebiet ausgewiesen ist. Ein Kiebitz-Paar wurde in diesem Sommer auch im Bliesgau entdeckt. Dennoch ist das Aussterben des Kiebitz' im Saarland wohl nicht mehr aufzuhalten, so Nabu-Vogelexperte Rolf Klein. Grund ist vor allem der Rückgang offener Wiesen und Weiden als Folge einer geringeren Viehhaltung.

Der Kiebitz ist ein Bodenbrüter, so Klein. Um sich vor Feinden zu schützen braucht er deshalb eine gute Sicht. Dazu eignen sich vor allem Feuchtgebiete. Doch die werden immer mehr aufgelassen, weil sie ökonomisch nicht mehr interessant sind. So werden sie mehr und mehr von Sträuchern überwuchert, die dem Kiebitz seine Sicherheit rauben.

Nicht nur im Saarland, sondern in ganz Europa nimmt die Zahl der Kiebitz-Exemplare dramatisch ab. Die einzige Möglichkeit, den Kiebitz zu retten, wäre ein unerwarteter Geldregen: So könntender Naturschutzbund großflächig Wiesen aufkaufen, die dem Vogel seinen nötigen Lebensraum bieten würden.

In Rheinland-Pfalz wurde ein Schutzprogramm gestartet. Dort wird die Zahl der Brutpaare auf 100 bis 200 Exemplare geschätzt.

Weitere Informationen

NABU: Projekt zum Schutz des Kiebitzes
Noch vor 50 Jahren war der Kiebitz auf den Feldern und Wiesen in Deutschland häufig zu sehen. Heute ist er aus vielen Agrarlandschaften verschwunden und gilt als „stark gefährdet“. Deshalb führt der NABU ein bundesweites Schutzprojekt durch.


Auch Thema auf SR 1 am 13.12.2ß10 in der Sendung "Hallo Saarland".

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