Katze (Foto: Pixabay/skorchanov)

Forscher entwickeln Impfstoff für Katzen

  31.08.2019 | 14:54 Uhr

Schweizer Forscher machen allergie-geplagten Katzenliebhabern Hoffnung. Die Wissenschaftler entwickeln einen Impfstoff gegen die Katzenhaarallergie, der jedoch nicht den Menschen, sondern den Tieren gespritzt werden soll. In weniger als drei Jahren soll der Impfstoff auf den Markt kommen.

Seit bald zehntausend Jahren werden Katzen als Haustiere gehalten - als Freund, Spielgefährte oder als Mäusefänger. Doch etwa zehn Prozent der Menschen reagieren auf Katzen allergisch. Die Allergie äußert sich ganz unterschiedlich: es kann ein leichtes Jucken und Tränen der Augen sein, aber auch lebensbedrohendes Asthma sein.

Katze wird gegen das körpereigene Protein „Fel d 1" geimpft

Neuer Ansatz bei Katzenhaarallergie
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Neuer Ansatz bei Katzenhaarallergie

Die Ursache der Katzenhaarallergie sind allerdings nicht - wie man meinen möchte - die Haare, sondern ein körpereigenes Protein der Tiere namens "Fel d 1". Es kommt in Körperflüssigkeiten der Katzen vor. Übertragen wird es durch die Tränenflüssigkeit und den Speichel der Vierbeiner.

Die neue Methode des Forscherteams aus Zürich sieht vor, die Katze gegen das körpereigene Protein "Fel d 1" zu impfen, das die Katzenhaarallergie beim Menschen auslöst. Die Katze entwickelt nach der Impfung Antikörper, die das allergieauslösende Protein neutralisieren und das reaktive Allergen reduzieren. Das Mittel sei verträglich und sicher.

In weniger als drei Jahren soll der Impfstoff auf den Markt kommen. Dann dürfen auch Allergiker ihren Lieblingen ganz nah sein. Angedacht ist übrigens auch ein Impfstoff für Hunde. Dessen Entwicklung sei allerdings etwas komplizierter.

Mehr zum Thema Katzenallergie findet man in der Patienteninformation der Deutschen Haut- und Allergiehilfe. 

Über dieses Thema wurde auf SR 1 am 27.08.2019 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland' berichtet.

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