Deutsch-luxemburgische Grenze bei Wasserbillig (Foto: picture alliance / dpa)

Wenn Berufspendler an der Bürokratie scheitern

Mit Informationen von Oliver Buchhholz   30.04.2021 | 15:06 Uhr

Wer im Gesundheitsbereich, in der Pflege oder die in der Kinderbetreuung arbeitet, kann sich schneller impfen lassen. Für alle, die im Saarland leben und arbeiten, dürfte das auch kein Problem sein. Anders sieht es aus, wenn man zwar seinen Wohnsitz im Saarland hat, aber beispielsweise in Rheinland-Pfalz oder Luxemburg arbeitet. Dann gibt es plötzlich scheinbar unüberwindbare bürokratische Hürden

Probleme beim Impfen für Grenzgänger
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Probleme beim Impfen für Grenzgänger

Über die Grenze zur Arbeit - im Saarland gehört das eigentlich zum Alltag. Doch Corona hat dem Leben über die Grenze hinweg schon einige harte Einschränkungen gebracht. Die Grenzen sind zwar wieder offen, doch stattdessen gibt es bürokratische Hürden bei die Zuweisung einer Impfpriorisierung.

SR-Reporter Oliver Buchholz hat mit einer Saarländerin gesprochen, die in Merzig lebt und in Luxemburg als Beraterin für Erzieherinnen und Erzieher arbeitet und dazu tagtäglich in Kitas unterwegs ist. Eigentlich steht ihr eine Impfung zu, aber aus dem saarländischen Gesundheitsministerium hat sie die Information bekommen, dass sie auch im Saarland arbeiten müsse, um einen Priorisierungscode zu erhalten. Das Problem scheinen ihre Kolleginnen und Kollegen in Rheinland-Pfalz nicht zu haben. Sie haben - ihrer Aussage nach - mit der Bescheinigung des luxemburgischen Arbeitgebers in Trier problemlos ihren Priorisierungscode erhalten.

Zwei Bundesländer, zwei sich widersprechende Regelungen

Und das Problem für Pendler scheint es auch innerhalb Deutschlands zu geben. Ein Saarländer, der in Rheinland-Pfalz arbeitet, ist zwar impfberechtigt, aber scheitert an der Bürokratie. In Rheinland-Pfalz hieße es, es greife das Wohnortprinzip und im Saarland hieße es, man könne ihn nicht impfen, weil er nicht im Saarland arbeite. Es sei ihm zwar bestätigt worden, dass das Problem bekannt sei, man aber leider nichts tun könne, da der entsprechende Priorisierungscode nun mal von einem saarländischen Arbeitgeber kommen müsse, damit man es im System eintragen könne.

Auch Thema auf SR am 30.04.2021 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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