Eine Frau greift sich während der Büroarbeit an ihren schmerzenden Rücken.  (Foto: dpa/Inga Kjer)

"Rücken" verstärkt durch Homeoffice

Renate Wanninger   15.03.2021 | 10:00 Uhr

Die Zahl der Menschen steigt, die an Rückenbeschwerden leiden. Das teilte die IKK-Südwest dem SR mit. Besonders in der Zeit des Lockdowns seien die Krankmeldungen wegen Rückenschmerzen gestiegen, was auch mit psychischen Belastungen zu tun habe.

Homeoffice und "Rücken"
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Homeoffice und "Rücken"

Hape Kerkeling alias Horst Schlämmer hat es vor Jahren schon gesagt: „Isch hab Rücken”. Er hat damals schon Millionen von Menschen aus der Seele gesprochen. In der Zeit des Lockdowns lastet vielen offenbar noch mehr auf dem Rückgrat. Bei einer Analyse der IKK-Südwest ergab, dass mehr als vier Prozent aller Krankschreibungen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland aufgrund von Rückenbeschwerden erfolgen. Ein Drittel aller Krankengeldzahlungen entfiel auf diese Diagnose. Damit seien die Kosten hierfür pro Kopf um fünf Prozent gestiegen.

Verantwortlich seien fehlende Bewegung, weil Sporteinrichtungen geschlossen seien; eine steigende Belastung im Homeoffice und vor allem eine psychische Belastung durch Stress und Ängste in der Pandemie. So bestätigte auch die Psychotherapeutenkammer dem SR, dass die Zahl der Menschen, die wegen Rückenschmerzen zusätzlich unter depressiven Verstimmungen leiden, gestiegen sei.

Bewegung hilft

Was ist die Lösung? Bewegung. Und nochmal Bewegung. Immer mal wieder aufstehen und Dehnübungen machen. Etwa: die Arme zum Himmel strecken oder mit durchgestreckten Knien die Hände Richtung Füße führen, in den Hocksitz gehen oder die Arme hinter dem Rücken zusammen bringen, nach unten und oben strecken. Oder aber ein paar Kraft- oder Ausdauerübungen machen.

Thema auf SR 1 am 15.03.2021 in der Sendung "Dein Vormittag im Saarland"

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