VW ID.3 Elektroauto (Foto: dpa Bildfunk)

Das Elektroauto erobert die IAA

  11.09.2019 | 19:06 Uhr

Am Donnerstag wird die Frankfurter Automobilmesse IAA von Kanzlerin Merkel offiziell eröffnet. Das interessierte Publikum darf sich dann am Wochenende umsehen - und feststellen: Die Hersteller setzen jetzt auf E-Modelle. Auch saarländische Aussteller sind dabei.

Das Saarland auf der IAA

Die Autoindustrie steht vor großen Veränderungen. Auf der IAA in Frankfurt, der Internationalen Automobil-Ausstellung, haben viele Hersteller neue Elektro-Modelle vorgestellt. Das stellt auch die Zulieferer im Saarland vor große Herausforderungen.

Das Saarland auf der IAA
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Das Saarland auf der IAA

Die Autos der Zukunft fahren elektrisch

Von allen Neuzulassungen in Deutschland in diesem Jahr haben sich nur sieben Prozent der Käufer für ein E-Auto oder einen Hybrid entschieden, 30 Prozent dagegen für einen SUV. Doch die stehen inzwischen auch immer häufiger in der Kritik.

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Auf der IAA 2019 versuchen die Automobilhersteller daher diesmal die Wende zu schaffen: von den Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität. Die ist das beherrschende Thema der diesjährigen Ausstellung, auf der so viele Elektroautos präsentiert werden wie nie.

VW zum Beispiel stellt sein vollelektrisches Mittelklassemodell ID.3 vor, der CO2-arm gebaut werden und mit einer Reichweite von über 500 Kilometern überzeugen soll. VW-Chef Diess hob bei der Präsentation auch die schnelle Ladefähigkeit und den günstigen Preis des Wagens hervor. In der Basisversion soll er 29.900 Euro kosten. Nach dem ID.3 will VW in den nächsten Jahren eine ganze Serie von E-Modellen auf den Markt bringen. Ein vollelektrischer SUV ist als nächstes geplant.

IAA in Frankfurt: Was planen die Autohersteller?
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IAA in Frankfurt: Was planen die Autohersteller?

Angekündigt hat Volkswagen seine große E-Auto-Offensive schon länger, weiß SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer. Auf der IAA in Frankfurt erhält das Projekt jetzt langsam ein Gesicht. "China ist ein sehr entscheidender Markt. Wer dort mitspielen will, braucht E-Autos" lautet das Motto des größten deutschen Autoherstellers, so Mayer.

Als Ziel habe sich VW zunächst einmal 100.000 Elektro-Autos gesetzt. Den Verbrennermotor werde es also weiterhin geben, sagt VW-Vorstand Jürgen Stackmann. In den nächsten 15 Jahren werde es einen Übergangsprozess geben, in dem auch Hybride eine entscheidende Rolle in der Verbrennerwelt spielen werden. Kunden, die lange Strecken zu fahren hätten, seien mit E-Autos oft unzufrieden.

Noch viel zu tun

Für den ADAC ist das Elektroauto sowieso noch kein "Allheilmittel" in Sachen Mobilität der Zukunft. Vielmehr seien noch viele Probleme zu lösen: von der Herstellung und Entsorgung der für die E-Autos benötigten Batterien über die Stromerzeugung bis hin zum Ladenetz müsse noch viel verbessert werden, so der ADAC.

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Auch Thema auf SR 1 am 11.09.2019 in den Sendungen 'Balser & Mark. Dein Morgen' und 'Hallo Saarland'.

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