Eine Schülerin meldet sich in einem Klassenzimmer  (Foto: dpa/Marijan Murat)

Hessen schafft die Noten ab - zumindest teilweise

  06.02.2019 | 07:05 Uhr

Die SR 1-Moderatoren Kerstin Mark und Christian Balser sprachen darüber mit dem Pressesprecher im hessischen Kultusministerium, Stefan Löwer. Der meint, in einer schriftlichen Beurteilung könne sogar viel besser erklärt werden, wo ein Schüler oder eine Schülerin stehe. Das gelte zum Beispiel auch für Nicht-Versetzungen.

Künftig sollen jährlich 30 Schulen die Möglichkeit erhalten, schriftliche Beurteilungen statt Schulnoten zu vergeben. Das sollen auch für weiterführende Schulen gelten.

Schulen in Hessen dürfen ausprobieren, wie es ohne Noten läuft
Audio
Schulen in Hessen dürfen ausprobieren, wie es ohne Noten läuft

Die Begründung: Noten machten zu viel Druck und Konkurrenzkampf. Lisa Brausch, die Vorsitzende des saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes ist der Meinung, die Konkurrenz entstehe nicht durch Noten.

Bewertungssystem nach dem Montessori-Prinzip
Audio
Bewertungssystem nach dem Montessori-Prinzip

Außerdem: In der ersten Klasse und im ersten Halbjahr der zweiten Klasse gibt es im Saarland ohnehin keine Noten. Nach der Vierten erhalten die Schüler zusätzlich zu den Noten eine schriftliche Laufbahn-Empfehlung. Die findet Lisa Brausch auch wichtig. Die Elternvertreterin für Gymnasien im Saarland, Katja Oltmanns, hält Noten für absolut sinnvoll, wenn die Kinder raus sind aus der Grundschule.

Auch Thema auf SR 1 am 06.02.2019 in der Sendung "Balser & Mark. Dein Morgen".

Saarländische Schüler eher für ein Benotungssystem - außer bei Sport, Musik und Kunst.
Audio
Saarländische Schüler eher für ein Benotungssystem - außer bei Sport, Musik und Kunst.

Artikel mit anderen teilen