In einer Schule schreibt ein Mädchen im Unterricht das Wort „Schule“ in ihr Heft. (Foto: Patrick Pleul/ZB/dpa)

Immer weniger Menschen schreiben von Hand

Mit Informationen von Sarah Schött   02.05.2019 | 17:11 Uhr

Die Handschrift geht zurück, da besteht kein Zweifel. Vor allem aber Schüler haben immer mehr Probleme, überhaupt eine gut lesbare und flüssige Schrift zu entwickeln. Das hat eine Studie des Verbands Bildung und Erziehung bestätigt.

Lisa Brausch vom Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) sieht aber im schnellen Griff zum Handy nicht die einzige Ursache dafür. Es hänge damit zusammen, dass die Kinder am Anfang nicht mehr die motorischen Möglichkeiten haben wie früher. Draußen spielen, am Baum hochhangeln, kneten, backen – das fehle. Man müsse in der Schule mehr Zeit ins Üben investieren. „Wir brauchen aber auch Eltern, die bereit sind, mit ihren Kindern zuhause etwas zu schreiben.“

Deutsche Schüler schreiben zu langsam und krakelig
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Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag eines Bildungsverbandes. Unzählige Lehrer sind dafür befragt worden. Auch im Saarland kennen die Lehrer das Problem. Lisa Brausch vom Saarländischen Lehrerinnen und Lehrerverband kann erklären, woran es liegt.

Es geht aber nicht nur um eine schöne Schrift. „Das Verschriftlichen mit der Hand hat noch ganz andere Faktoren“, so Brausch. „Alles was ich selbst von Hand geschrieben habe, habe ich optisch im Gehirn abgespeichert.“


Über dieses Thema wurde auch auf SR 1 am 02.05.2019 in der Sendung 'Hallo Saarland' berichtet.

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