Flugzeug am Himmel (Foto: pixabay/ThePixelman)

Was man beim Reisen jetzt wissen sollte

Sarah Sassou   24.06.2021 | 09:40 Uhr

Ab in den Urlaub! Nach den starken Einschränkungen durch Corona in den vergangenen Monaten machen die Lockerungen in vielen Ländern Urlaubsreisen wieder möglich. Aber es ist eben noch nichts wie vor Corona. Deswegen muss man sich vor der Reise über die aktuellen Regelungen informieren.

Ab 1. Juli will das Auswärtige Amt nicht mehr vor Reisen warnen, sondern nur noch davon abraten. Das bedeutet für Reisende, dass sie Pauschalreisen nicht mehr einfach so kostenlos stornieren können. „Ein ungutes Gefühl bei der bevorstehenden Reise reicht dann als Stornierungsgrund nicht aus“, sagt Désirée Fuchs von der Verbraucherzentrale Saarland.

Etwas unübersichtlich sind derzeit die Einreisebestimmungen der einzelnen Länder und auch die Hygieneregeln vor Ort. Hier kann man sich auf der Seite des Auswärtigen Amtes, des Bundesgesundheitsamtes und des Robert-Koch-Instituts informieren. Auch die EU veröffentlicht aktuelle Karten zur Corona-Lage in EU-Mitgliedstaaten. Zugänglich sind diese unter anderem über die offizielle Smartphone-App "Re-open EU". Das Auswärtige Amt betreibt mit "Sicher Reisen" ebenfalls eine App.

Wiedereinreise kann kompliziert sein

Touristische Reisen sind beispielsweise in die USA, Neuseeland, Australien und Indonesien nicht möglich, in EU-Länder aber schon. Kompliziert ist auch die Wiedereinreise. „Hier unterscheidet die Bundesrepublik nach Risikogebieten, Hochinzidenzgebieten und Virusvariantengebieten“, erklärt Verbrauchschützerin Fuchs.

Für Reisende aus sogenannten Risiko- oder Hochinzidenzgebieten gilt weiter eine zehntägige Quarantänepflicht. Nach Aufenthalt in Virusvarianten-Gebieten beträgt die Quarantäne zwei Wochen. Als Grundlage gilt die Einstufung zum Zeitpunkt der Einreise. Außerdem müssen Rückkehrer auf www.einreiseanmeldung.de ihre Daten hinterlegen.

Wer bereits vollständig geimpft oder genesen ist, für den gibt es Erleichterungen, die man beispielsweise mit dem digitalen Impfzertifikat erhält. Ab 1. Juli sind alle EU-Staaten verpflichtet, diese Zertifikate gegenseitig anzuerkennen.

Auf lange Stornozeiten achten

Wer sich mit dem Gedanken trägt, jetzt einen Urlaub zu buchen, sollte sich bewusst machen, dass im Moment niemand genau sagen kann, wie sich die Corona-Lage entwickelt und dass damit auch nicht fest steht, ob eine geplante Reise wirklich stattfinden kann.

Désirée Fuchs rät dazu, bei der Buchung auf möglichst lange Stornierungsfristen zu achten. „Viele Reiseveranstalter sind derzeit sehr kulant und bieten eine kostenlose Stornierung oder einen Reiserücktritt bis zu 14 Tage vor der Abreise an.“ Zu den genauen Bedingungen sollte man vor der Buchung den Vertrag genau durchlesen. Sagt ein Veranstalter die Reise selbst ab, bekommt man in der Regel sein Geld komplett zurück.

Pauschal- oder Individualreise?

Sollte man in Corona-Zeiten lieber auf Pauschal- als auf Individualreisen setzen? „Man hat bei Pauschalreisen schon einige Vorteile“, sagt Désirée Fuchs. Die Pauschalreise setze sich aus mindestens zwei Bausteinen zusammen, also Hotel und Flug oder Hotel und Mietwagen. Sollte es bei der Reise Probleme geben, habe man bei der Pauschalreise einen Ansprechpartner, der sich um alles kümmert.

Bei der Individualreise müsse man sich jeweils für Flug, Unterkunft, Mietwagen etc. mit jeweils einem Ansprechpartner auseinandersetzen. Das kann ganz schön umständlich werden, wenn man zum Beispiel bei einem ausländischen Anbieter die Unterkunft gebucht hat. Dann gilt das jeweilige Landesrecht, was beispielsweise bedeuten kann: Statt Geld zurück gibt es einen Gutschein.

Ein weiterer Vorteil der Pauschalreise: Man ist zugleich noch gegen eine Insolvenz des Veranstalters abgesichert.


Auch Thema auf SR 1 am 24.06.2021 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland'.

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