Flüssigkeit tropft aus einer Spritze (Foto: picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Schutz gegen die Virusgrippe

  24.10.2018 | 09:38 Uhr

Eine echte Grippe hat mit der „saarländischen Freck“ nichts zu tun. Sie ist eine ernsthafte, durch Grippeviren ausgelöste Erkrankung. In der letztjährigen Wintersaison hatten viele Betroffene mit den massiven Auswirkungen der Grippewelle zu kämpfen. Wie sieht es mit der Grippeschutzimpfung aus?

Von Oktober und November sind die besten Monate für den Pikser gegen die Grippeviren. Die Krankenkassen erstatten in vielen Fällen die Kosten. Ab diesem Herbst sogar für sogenannte Vierfach-Impfstoffe, die nun standardmäßig zum Einsatz kommen. Er soll auch vor einem bestimmten Stamm der Influenza-Viren schützen, der viele Grippefälle im vergangenen Winter verursachte.

Für besonders Gefährdete sinnvoll

Die Grippewelle im Winter 2017/18 ist außergewöhnlich schwer gewesen. Das zeigt der Influenza-Saisonbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch-Instituts mit seinen umfangreichen Auswertungen.

Eine Grippe-Impfung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Menschen, die besonders gefährdet sind, schwer zu erkranken: Dazu gehören Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden, wie zum Beispiel chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose, angeborene oder später erworbene Störungen des Immunsystems, HIV-Infektion.

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Grippeschutzimpfung
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Grippeschutzimpfung

Kinder und Jugendliche spielen bei der Ausbreitung einer Grippewelle durch ihre vielfältigen sozialen Kontakte und Berührungspunkte in Kindergarten, Klassenzimmer und Familie eine große Rolle. Die Impfung der Kinder würde also eine Vielzahl an Infektionen verhindern.

Keine Impfpflicht

Es gibt zwar keine Impfpflicht, doch können Kinder sehr schwer erkranken. Und besonders nach der Grippe ist das Immunsystem geschwächt und es kann zu weiteren Ausbrüchen kommen. Der Kinderarzt Dr. Benedikt Brixius empfiehlt auch, dass sich die ganze Familie impfen lassen soll. Vor allem aber auch wegen der Vorbildfunktion.

Viele Eltern stehen vor der Frage: Impfen oder nicht? Eltern sollten das mit dem Kinderarzt besprechen. Auch das zuständige Gesundheitsamt berät gerne.

Auch Thema auf SR 1 am 24.10.2018 in der Sendung "Dein Vormittag im Saarland".

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