Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Frankreich (Foto: aktueller bericht)

Grenzkontrollen auch nach dem 11. Mai

Steffani Balle   06.05.2020 | 13:01 Uhr

Das Wort "Grenzöffnungen" hat in Frankreich wie in Deutschland zu Missverständnissen geführt. Genau genommen sind es "Rück-Entwidmungen": Der Übergang ist legal, aber nicht zum Einkaufen oder Spazierengehen. Darauf hat nun die Staatskanzlei hingewiesen, nachdem sie das Problem mit ihrer Wortwahl selbst verursacht hatte.

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Grenzekontrollen auch nach 11. Mai
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Grenzekontrollen auch nach 11. Mai

Auch wenn in Frankreich um den 11. bis 15. Mai herum Restriktionen abbauen, heißt das noch nicht, dass an den Grenzen nicht weiter kontrolliert wird. Das betont Regierungssprecher Zeyer gegenüber dem SR. Die Grenzöffnung an mehreren weiteren Übergängen gelte nach wie vor nur für Pendler und den Warenverkehr.

Proteste gegen Grenzschließungen

In Luxemburg regen sich seit 5. Mai starke Proteste gegen die Grenzschließung. Europafahnen in Moselgemeinden wehen auf Halbmast. Der langjährige ehemalige Europa-Abgeordnete Jo Leinen findet es unerträglich, die Grenzen, deren Fall er und so viele Menschen vor 25 Jahren so gefeiert hatten, jetzt wieder geschlossen sehen zu müssen. Zumal er keinerlei Nutzen in dieser Maßnahme sehe, sondern ausschließlich Schaden. Die Nationalstaaten feierten fröhliche Urstände, das geeinte Europa sei auf einmal wieder ganz weit in den Hintergrund gerückt, kritisiert er im SR-Interview.

Darüber wurde in SR 1 'Hallo Saarland' am 07.05.2020 berichtet.

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