Ein Mitarbeiter eines Mineralöllieferanten bereitet die Betankung eines Tanks vor. (Foto: picture alliance / dpa | Patrick Pleul)

Öl und Gaspreise steigen - was tun?

mit Informationen von Yvonne Schleinhege   16.03.2022 | 13:49 Uhr

Die Preise für Öl und Gas schnellen nach oben. Auch Strom wird teurer. Was kann man tun, um Kosten zu sparen? Yvonne Schleinhege aus der SR-Wirtschaftsredaktion hat Tipps zusammengestellt.

Nicht nur das Tanken wird immer teurer, auch die Preise für Heizöl und Gas haben kräftig angezogen. Vielen steht eine heftige Rechnung oder Nachzahlung bevor. Was können wir tun, um die Kosten möglichst niedrig zu halten? Wo und wie kann man noch sparen?

Heizöl: Tank nicht ganz auffüllen

Der Preis für Heizöl hatte sich zuletzt in kürzester Zeit fast verdoppelt. Nicht nur wegen des Ukraine-Krieges. Auch weil viele Kunden gekauft haben, aus der Angst heraus, der Preis könnte noch weiter steigen.

Wer jetzt Heizöl kaufen muss, der sollte den Tank nicht ganz befüllen, so der Rat von Hans Weinreuter, Fachbereitsleiter Energie und Bauen bei der VZ Rheinland-Pfalz.

Er hoffe zwar auf eine Entspanunng bei den Preisen nach einem möglichen Ende des Krieges, er gehe aber, wie viele seiner Kollegen, davon aus, dass wir auf das niedrige Preisniveau aus dem letzten Jahr nicht mehr kommen werden.

Gas: Lohnt ein Anbieterwechsel?

Auch beim Gas sind die Preise deutlich nach oben geschnellt, und das auch schon vor Ausbruch des Ukraine-Krieges. Früher hieß das Mantra der Verbraucherberater immer "Preise vergleichen und Anbieter wechseln". Das hat sich das teilweise umgekehrt. So haben beispielsweise überregionale Billiganbieter Kunden wegen der großen Preissteigerungen gekündigt.

Aktuell raten die Verbraucherschützer deshalb eher dazu, beim aktuellen, häufig regionalen Anbieter zu blieben. Der Grund: Mittlerweile unterscheiden viele Anbieter zwischen Bestandskunden und Neukunden und haben für Neukunden deutlich teurere Verträge.

Sparen durch eigenes Verhalten

Auch durch das eigene Verhalten lassen sich Heizkosten reduzieren.

Heizung runterdrehen
Mit einem Grad weniger Temperatur bei der Heizung kann man bis zu sechs Prozent Heizkosten sparen. Wichtig hierbei: Nicht übertreiben, sonst besteht die Gefahr der Schimmelbildung.

Programmierbares Thermostat
Ein programmierbares Thermostat hilft ebenso beim Sparen. Hier lassen sich Temperatur oder auch Uhrzeiten, zu denen geheizt werden soll, genau einstellen.

Richtiges Lüften
Stoßlüften lautet die Devise. Fenster ganz auf, Heizung runterdrehen, danach Fenster wieder richtig schließen.

Fenster und Türen abdichten
Der Test: Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel ein. Falls Sie das Papier bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen können, ist das Fenster an dieser Stelle dicht.

Duschverhalten
Auch beim Duschen lässt sich Geld sparen. Das zeigt der Duschrechner der Verbraucherzentrale NRW. Wer eine Gasbrennwertheizung hat, jeden Tag duscht, zahlt bei 38 Grad warmen Wasser und einer Duschzeit von acht Minuten und mit einen normalen Duschkopf im Jahr etwa 255 Euro allein fürs Duschen. Reduziert man die Temperatur auf 30 Grad, die Dauer auf fünf Minuten und verwendet einen Sparduschkopf, so sind es nur etwa 60 Euro.


Auch Thema am 16.03.2022 in der Sendung "SR 1 - Deine Eins!"

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