Geldscheine neben einer Gasflamme (Foto: dpa)

Was tun, wenn der Gaspreis steigt?

Karin Mayer   29.11.2018 | 16:45 Uhr

Fünf Jahre lang ist Ruhe gewesen am Gasmarkt. Die Preise waren stabil oder sind gefallen. Aber damit ist jetzt Schluss. Fast jeder dritte Versorger kündigt Preiserhöhungen an. Hier ein paar Tipps, wie Verbraucher reagieren können.

Fünf Jahre lang ist Ruhe gewesen am Gasmarkt. Die Preise waren stabil oder sind gefallen. Aber damit ist jetzt Schluss. Fast jeder dritte Versorger kündigt Preiserhöhungen an. In diesen Fällen gibts ein 14-tägiges Sonderkündigungsrecht und: Vergleichen lohnt sich. Zwischen dem teuersten und dem billigsten Anbieter liegen mehrere 100 Euro im Jahr.

Preise vergleichen

Laut Vergleichsportal Verivox liegen mehrere hundert Euro zwischen dem teuersten und dem günstigsten Gasvertrag. Die Verbraucherzentrale nutzt für den Preisvergleich die Vergleichsportale Verivox und check24. Wissen muss man aber: Vergleichsportale finanzieren sich über Provision und eingeblendete Werbung. Das hat in der Vergangenheit auch dazu geführt, dass Anbieter, die hohe Provisionen zahlen, oben in der Liste stehen.

Was tun bei Erhöhung der Gaspreise ?
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Was tun bei Erhöhung der Gaspreise ?
Hier ein paar Tipps von Reinhard Schneeweiß von der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

Wer ein Vergleichsportal benutzt, sollte die Voreinstellungen beachten. Sie sollten zu den persönlichen Bedürfnissen passen. Paketpreise, Vorauszahlungen oder Kautionen sollte man ausschließen. Energieberater Schneeweiß empfiehlt kurze Vertragslaufzeiten, damit man leicht wieder wechseln kann. Der Versorger sollte eine Preisgarantie für die ersten zwölf Monate anbieten.

Gaspreise im Saarland

Im Saarland sind aktuell nur wenige Kunden von Preissteigerungen betroffen. Laut Vergleichsportal Verivox steigen die Preise zum Jahresbeginn in der Region bei 3 von 19 Grundversorgern. Die Preise steigen im Durchschnitt um 9,2 Prozent. Betroffen sind die Kunden der Stadtwerke Saarlouis (+6,2 Prozent), der Stadtwerke Merzig (+12,8 Prozent) und Stadtwerke Illingen Zweckverband (13,8 Prozent). Diese Angaben gelten jeweils für den Grundversorgungstarif.

Bedarfsgerecht heizen

Mieter haben da geringere Eigentumsmöglichkeiten. Tipp: Räume bedarfsgerecht heizen. Das Schlafzimmer kann kühler sein als das Wohnzimmer. Das Thermostat richtig einstellen. Außerdem: Stoßlüften statt Fenster kippen. Hausbesitzer können mehr tun und zum Beispiel alte Heizung austauschen. Mit moderner Heiztechnik und einem hydraulischen Abgleich können Hauseigentümer zwischen 15 und 20 Prozent Energie einsparen, so Energieberater Schneeweiß.

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