Plakat zu der Kampagne „Gaffen ist gefährlich“  (Foto: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr)

Gaffen ist gefährlich

  11.06.2019 | 06:06 Uhr

Das Verhalten von vielen Gaffern ist mehr als gefährlich und kann dazu führen, dass Rettungskräfte ihre lebenswichtige Arbeit nicht machen können. Das saarländische Verkehrsministerium hat daher eine Kampagne ins Leben gerufen, damit Gaffer vor sich selbst und unbeteiligte Verkehrsteilnehmer vor Gaffern geschützt werden. Studentinnen und Studenten der HBK haben das Thema umgesetzt.

Gefährliche Schaulust

SR-Reporterin Lisa Betzholz war bei der Vorstellung der Kampagne dabei und erklärt, was das Besondere daran ist.

„Wir kennen das Phänomen des Gaffens. Abgesehen davon, dass solches Verhalten ethisch und moralisch abzulehnen ist, bringen Gaffer sich selbst und auch andere Verkehrsteilnehmer in höchste Gefahr, wenn sie beispielsweise auf Autobahnen ihr Fahrzeug stehen lassen, zwischen den anderen Autos umherlaufen, um möglichst nah an die Unfallopfer zu gelangen. Unser Ansatz als Verkehrsministerium war daher ganz klar: Wir müssen potenziellen Gaffern verdeutlichen, dass sie sich mit ihrem Verhalten selbst gefährden und auch die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen.“ (Anke Rehlinger, Verkehrsministerin des Saarlandes)

Die Gefahr deutlich machen

Gaffer macht ein Foto mit dem Handy. (Foto: B.Heitz/Pasquale D'Angiolillo)

Mit einer Kampagne will das saarländische Verkehrsministerium deshalb für das Thema sensibilisieren und potentielle Gaffer von ihrem Tun abhalten. Die Kampagne soll daher durchaus provozieren, neugierig machen, zum Nachdenken anregen. Ziel sei es , so Ministerin Rehlinger, auf diese Weise einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit zu leisten, besonders für die Rettungskräfte und die von einem Unfall direkt Betroffenen.

Gaffer-Kampagne im Saarland

Ministerin Anke Rehlinger zur neuen Kampagne

15 Studentinnen und Studenten des Seminars „Das ABC der Werbung“ unter Leitung von Prof. Ivica Maksimovic hatten die Aufgabe, Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten zur Gaffer-Problematik zu entwickeln. Die Jury, bestehend aus Verkehrsministerin Anke Rehlinger,  der Abteilungsleiterin Verkehr, Astrid Klug, Norbert Heinz, Vorsitzender des ADAC Saarland sowie Kerstin Mark und Christian Balser aus der SR 1-Morningshow „Balser & Mark. Dein Morgen“ haben die Ergebnisse ausgewertet und schon im vergangenen Jahr die Preisträger gekürt. Die konkrete Umsetzung der Kampagne findet jetzt statt.

Das Gewinnerplakat von Iris Schäffer ist saarlandweit plakatiert. Darüber hinaus wurden auch Video-Clips über die Sozialen Medien verbreitet und eine Internetseite geschaltet.

Video [aktueller bericht, 11.06.2019, Länge: 2:54 Min.]
Gefahr durch Gaffer


Weitere Informationen

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Gaffen ist gefährlich


Auch Thema auf SR 1 am 11.06.2019 in den Sendungen 'Balser & Mark. Dein Morgen' und 'Hallo Saarland'.

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