Flughafen Saarbrücken-Ensheim (Foto: Pressefoto SHS Strukturholding Saar)

Saarbrücker Flughafen schließt für drei Wochen

  08.03.2019 | 13:58 Uhr

Ab Montag ist der Flughafen Saarbrücken-Ensheim drei Wochen lang für den Flugverkehr geschlossen. Terminal und Betriebe bleiben in dieser Zeit jedoch geöffnet. Grund ist die Installation des neuen Sicherheitssystems EMAS an der Start- und Landebahn.

Beim „Engineered Materials Arrestor System“ (deutsch: konstruiertes Material-Auffangsystem; EMAS) handelt es sich um eine Art Notfallspur am Ende der Landebahn. Das System sorgt dafür, dass ein Flugzeug, das das Ende der Bahn überrollt, ohne Verletzte und mit minimalem Schaden an der Maschine gestoppt wird.

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Durch den Energieverlust, der benötigt wird, um das EMAS-Material beim Überrollen zu zertrümmern, wird das Flugzeug gebremst. Das Konzept ähnelt dem einer Notfallspur für Lkw oder dem Sandgleis im Bahnverkehr. Hintergrund ist die mit 1990 Metern sehr kurze Landebahn in Ensheim. Zum Vergleich: Die Start- und Landebahnen in Frankfurt sind zwischen 2800 und 4000 Meter lang.

Erster Flughafen in Deutschland

Das EMAS wird nach Angaben der Flughafenverwaltung in die vorhandene Sicherheitszone am Ende der Landebahn, die Runway End Safety Area (RESA), eingebaut. Ensheim ist der erste Flughafen in Deutschland, der mit dem neuen System ausgestattet wird. In den USA nutzen bereits 70 Flughäfen EMAS, in Europa ist es bislang in Madrid und Zürich installiert.

Läuft alles nach Plan, soll der Flughafen nach dem 31. März wieder den Betrieb aufnehmen.

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