Eine Frau trägt eine FFP2-Maske mit CE-Prüfnummer (Foto: SR 1)

Bei FFP2-Masken auf das CE-Siegel achten!

  03.02.2021 | 20:04 Uhr

FFP2-Masken versprechen größeren Schutz als die normalen Alltagsmasken. Sie sind meist teurer, aber nicht immer gut. Denn es gibt große Qualitätsunterschiede. Ein Siegel gibt jetzt mehr Sicherheit.

FFP2-Masken nur echt mit dem CE-Siegel.
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FFP2-Masken nur echt mit dem CE-Siegel.

Durch die Corona-Pandemie gehören sie inzwischen ganz selbstverständlich zu unserem Alltag: die Gesichtsmasken. Manche Menschen greifen dabei zu Einweg-Masken, andere tragen selbstgenähte Masken. Als besonders hochwertig gelten die FFP2-Masken. Sie sind meist teurer als der normale Mund-Nasen-Schutz, versprechen aber größeren Schutz für uns selbst und für andere. Vor allem für Personen, die einer Risikogruppe angehören oder sich länger in geschlossenen Räumen aufhalten, lohnt es sich, eine FFP2-Maske zu tragen. Die Masken sind nur zum einmaligen Gebraucht gedacht.

Das Problem: Es gibt große Qualitätsunterschiede. Über das Schnellwarnsystem der Europäischen Union, RAPEX, wird immer wieder vor Masken gewarnt, die nicht als Schutzausrüstung zertifiziert sind und daher möglicherweise nicht die geltenden Sicherheitsanforderungen erfüllen. Denn zu Beginn der Pandemie waren Masken Mangelware und wurden zunächst gar nicht geprüft, später wurden die Masken zumindest einem Schnelltest unterzogen. Als Verbraucher kann man jedoch solche getesteten nicht von ungetesteten Masken unterscheiden.

FFP2-Masken jetzt mit CE-Siegel

Seit dem 1. Oktober 2020 aber werden alle Masken aufwändig geprüft und erhalten dann ein CE-Siegel. Es zeigt an, dass einheitliche europäische Standards eingehalten werden.

Daher sollte man bei FFP2-Masken jetzt auf folgende Kennzeichnung achten:

  • den Name des Herstellers oder Importeurs
  • das CE-Zeichen zusammen mit einer vierstelligen Nummer; sie steht für die Prüfstelle und muss beim CE-Siegel immer dabei sein
  • eine Serien-, Chargen- oder Typennummer zur eindeutigen Identifizierung

Noch ein Tipp: Keine FFP2-Masken mit Ausatemventil verwenden. Denn sie filtern nur die eingeatmete Luft und bieten daher keinen Fremdschutz. FFP2-Masken ohne Ventil dagegen filtern sowohl die eingeatmete Luft als auch die Ausatemluft und bieten daher sowohl einen Eigenschutz als auch einen Fremdschutz.

KN95- und N95-Masken

Neben den FFP2-Masken gibt es noch weitere stark filternde Masken, die eine andere Bezeichnung tragen: KN95- und N95-Masken.

Die KN95-Masken stammen aus China, N95-Masken werden in den USA zugelassen. Zertifizierungs- oder Zulassungsanforderungen für Atemschutzmasken können in den verschiedenen Ländern leichte Unterschiede aufweisen. Aufgrund ähnlicher Anforderungen haben die Schutzklassen für Atemschutzmasken mit der Bezeichnung KN95 und N95 eine ähnliche Filterwirkung und bieten damit einen vergleichbaren Schutz.

Seit dem 1. Oktober 2020 dürfen die KN95-Masken nicht mehr auf den Markt gebracht werden. Nur wer eine Sondererlaubnis der zuständigen Marktüberwachungsbehörde aus der Zeit vor dem 1. Oktober vorweisen kann, darf seinen bereits in der EU befindlichen Bestand noch abverkaufen. Auch dürfen auf den KN95-Masken keine CE-Kennzeichen angebracht sein, um eine Verwechslung mit den echten FFP2-Masken auszuschließen. Eine Kopie dieser Bestätigung bzw. ein Zertifikat ist an alle Käufer der Masken beizufügen.

Apotheken dürfen auch Masken mit der Kennung KN95 aus China abgeben, sofern diese über das erforderliche Zertifikat verfügen und damit in Deutschland verkehrsfähig sind. KN95-Masken ohne eine entsprechende Bestätigung dürfen nicht als persönliche Schutzausrüstung abgegeben werden. Äußerlich ist nicht erkennbar, ob eine KN95-Maske qualitativ einer FFP2-Schutzmaske entspricht oder nicht. Dies lässt sich nur der schriftlichen Bestätigung der Überwachungsbehörde entnehmen, die der abgebenden Apotheke vorliegt.
(Quelle: Verbraucherzentrale/Stand 22.1.2021)

Weitere Informationen zu Mund-Nasen-Bedeckungen auf der Website der Verbraucherzentrale.

Mehr zum Thema

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Auch Thema auf SR 1 am 13.11.2020 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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