Eine Frau trägt eine FFP2-Maske mit CE-Prüfnummer (Foto: SR 1)

Bei FFP2-Masken auf das CE-Siegel achten!

  20.11.2020 | 22:10 Uhr

FFP2-Masken versprechen größeren Schutz als die normalen Alltagsmasken. Sie sind meist teurer, aber nicht immer gut. Denn es gibt große Qualitätsunterschiede. Ein Siegel gibt jetzt mehr Sicherheit.

FFP2-Masken nur echt mit dem CE-Siegel.
Audio
FFP2-Masken nur echt mit dem CE-Siegel.

Durch die Corona-Pandemie gehören sie inzwischen ganz selbstverständlich zu unserem Alltag: die Gesichtsmasken. Manche Menschen greifen dabei zu Einweg-Masken, andere tragen selbstgenähte Masken. Als besonders hochwertig gelten die FFP2-Masken. Sie sind meist teurer als der normale Mund-Nasen-Schutz, versprechen aber größeren Schutz für uns selbst und für andere. Vor allem für Personen, die einer Risikogruppe angehören oder sich länger in geschlossenen Räumen aufhalten, lohnt es sich, eine FFP2-Maske zu tragen. Die Masken sind nur zum einmaligen Gebraucht gedacht.

Das Problem: Es gibt große Qualitätsunterschiede. Über das Schnellwarnsystem der Europäischen Union, RAPEX, wird immer wieder vor Masken gewarnt, die nicht als Schutzausrüstung zertifiziert sind und daher möglicherweise nicht die geltenden Sicherheitsanforderungen erfüllen. Denn zu Beginn der Pandemie waren Masken Mangelware und wurden zunächst gar nicht geprüft, später wurden die Masken zumindest einem Schnelltest unterzogen. Als Verbraucher kann man jedoch solche getesteten nicht von ungetesteten Masken unterscheiden.

FFP2-Masken jetzt mit CE-Siegel

Seit dem 1. Oktober 2020 aber werden alle Masken aufwändig geprüft und erhalten dann ein CE-Siegel. Es zeigt an, dass einheitliche europäische Standards eingehalten werden.

Daher sollte man bei FFP2-Masken jetzt auf folgende Kennzeichnung achten:

  • den Name des Herstellers oder Importeurs
  • das CE-Zeichen zusammen mit einer vierstelligen Nummer; sie steht für die Prüfstelle und muss beim CE-Siegel immer dabei sein
  • eine Serien-, Chargen- oder Typennummer zur eindeutigen Identifizierung

FFP2-Masken mit der Kennzeichnung "KN95" dürfen noch übergangsweise auch ohne die genannten Kennzeichnungselemente verkauft werden, wenn sie eine Sonderzulassung bzw. Kurzprüfung einer zugelassenen Stelle durchlaufen haben. Ein Zertifikat darüber muss dem Käufer dieser Masken vorgelegt werden. Diese Masken durften offiziell bis zum 1. Oktober 2020 in den Handel gebracht werden; sie dürfen jetzt noch legal abverkauft werden.

Noch ein Tipp: Keine FFP2-Masken mit Ausatemventil verwenden. Denn sie filtern nur die eingeatmete Luft und bieten daher keinen Fremdschutz. FFP2-Masken ohne Ventil dagegen filtern sowohl die eingeatmete Luft als auch die Ausatemluft und bieten daher sowohl einen Eigenschutz als auch einen Fremdschutz.

Weitere Informationen zu Mund-Nasen-Bedeckungen auf der Website der Verbraucherzentrale.

Mehr zum Thema

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Hinweise des BfArM zur Verwendung von Mund–Nasen-Bedeckungen


Maskenpflicht
Wie trage ich Masken richtig?
Im öffentlichen Leben gilt nach wie vor die bundesweite Maskenpflicht. Beim Tragen der Masken gibt es einige Regeln, die befolgt werden sollten. Wir haben Euch einige Tipps zusammengestellt.



Auch Thema auf SR 1 am 13.11.2020 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja