FFP2 Maske (Foto: SR)

FFP2-Masken schützen besser

  26.01.2022 | 00:00 Uhr

In öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Bahnhöfen, aber auch in allen Geschäften ist ab sofort das Tragen von FFP2-Masken vorgeschrieben. Was sollte man dabei beachten?

Überall, wo Maskenpflicht vorgeschrieben ist, durfte man im Saarland bisher medizinische Masken tragen, das heißt auch sogenannte OP-Masken. Das gilt nicht mehr: Ab sofort sind nur noch FFP2-Masken erlaubt.

FFP2 Maskenpflicht: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
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FFP2 Maskenpflicht: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

OP-Masken

Eine sogenannte OP-Maske (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Die OP-Masken, auch chirurgische Masken genannt, schützen den Träger selbst, aber vor allem seine Mitmenschen in der näheren Umgebung. Durch die Maske werden die Tröpfchen, die der Mundschutzträger beim Sprechen oder Husten ausgestößt, gefiltert. Die noch feineren Aerosole filtern diese Masken aber nicht.

FFP2-Masken

Eine sogenannte FFP2-Maske (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

FFP-Masken, auch partikelfiltrierende Halbmasken genannt, sollen den Träger vor Viren und anderen Schadstoffen in der Umgebung schützen, die über die Luft übertragen werden. Im Gegensatz zur OP-Maske schützen FFP2/FFP3 Masken nicht nur andere, sondern auch den Mundschutzträger selbst. Nach einer Studie des Max-Planck-Instituts schützen FFP2-Masken rund 75 Mal besser als eine OP-Maske. FFP2-Masken filtern mindestens 94% (FFP3 sogar 99%) der Aerosole und verhindern dadurch eine mögliche Infektion.

Auf das Siegel achten

Wichtig ist darauf zu achten, dass die Masken die notwendige CE-Zertifizierung besitzen. Denn nur dann handelt es sich wirklich um ein geprüftes Medizinprodukt. FFP-Masken müssen darüber hinaus auch die europäische Norm EN149 erfüllen, die die Masken je nach ihrer Schutzwirkung in Klassen einteilt. Beides ist auf zugelassenen Produkten aufgedruckt.

Der Begriff FFP kommt übrigens aus dem Englischen und steht für Filtering Face Piece, das bedeutet Atemschutzfilter.

Besser Masken ohne Ventil

FFP2-Masken mit Ausatemventil filtern nur die eingeatmete Luft und bieten daher keinen Fremdschutz. FFP2-Masken ohne Ventil dagegen filtern sowohl die eingeatmete Luft als auch die Ausatemluft und bieten daher sowohl einen Eigenschutz als auch einen Fremdschutz.

Richtig tragen

Wichtig ist, die Oberfläche der Maske nicht zuberühren. Zum Auf- und Absetzen daher nur die Schlaufen anfassen.

Wichtig ist auch, dass die Maske rundherum eng anliegt, damit der Mund- und Nasenbereich komplett abgedeckt ist. Damit die Maske richtig sitzt, sollten Bartträger deshalb ihren Bart am besten abrasieren.

Eigentlich sollten FFP2-Masken nur einmal getragen werden. Man muss sie aber noch nicht gleich wegwerfen, wenn man damit mal eine Stunde einkaufen war. Man sollte sie allerdings nicht zu lange tragen. Empfohlen werden bei FFP2-FFP3-Masken eine maximale Tragedauer von zwei Stunden, bei FFP-Masken ohne Ausatemventil maximal 75 Minuten jeweils mit einer anschließenden Mindesterholungsdauer von 30 Minuten.

FFP2-Maske hängt an einem Tisch (Foto: SR)

Die Fachhochschule Münster hat zudem untersucht, auf welche Weise sich die FFP2-Masken wiederverwenden lassen und empfiehlt:

- Die Masken in einem trockenen Raum 'auslüften' und das sieben Tage lang. Dann sind die Viren in der Maske nicht mehr ansteckend.

- Die Masken im Backofen bei genau 80 Grad Hitze - nicht heißer und nicht kälter - eine Stunde lang mit Ober- und Unterhitze backen. Dann sterben die Viren ab.

Ganz gleich für welche Methode man sich entscheidet, man sollte sie höchstens fünfmal durchführen. Danach muss die Maske in der Restmülltonne entsorgt werden.

Weitere Informationen


Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Hinweise des BfArM zur Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen


Reaktion auf 2G-Urteil
Saarland führt FFP2-Maskenpflicht ein
Im saarländischen Einzelhandel und im ÖPNV greift seit Mittwoch die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Für wen sie gilt und welche Masken zugelassen sind.


Auch Thema am 26.01.2021 in der Sendung 'SR 1 Morningshow' .

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