Verbraucherzentrale warnt vor Fakeshops (Foto: SR)

Vorsicht Fakeshop – Verbraucherzentrale warnt vor Betrug

Karin Mayer   07.02.2018 | 09:51 Uhr

Hohe Rabatte auf Markenartikel? In einem täuschend echten Online-Shop? Immer mehr Verbraucher fallen auf Fakeshops rein. Im Verbrauchertipp erfahren Sie, wie Sie Betrüger rechtzeitig erkennen.

Misstrauisch sein bei hohen Rabatten

Wenn sie im Internet auf supergünstige Markenartikel stoßen, sollten sie nicht sofort kaufen. Rabatte von 25 oder 30 Prozent auf Markenartikel sind ein erster Warnhinweis für Yvonne Schmieder von der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Ihr Rat: Informieren Sie sich vor der Bestellung über den Anbieter. Wenn im Impressum ein Firmensitz in Asien angegeben wird, ist eine Bestellung meistens nicht sinnvoll. Es wird schwer mit dem Anbieter zu kommunizieren oder die Ware zurückzuschicken. Zusätzlich kann man im Internet über den Onlineshop recherchieren oder in Foren nachlesen. Wenn es sich um einen betrügerischen Anbieter handelt, können Sie weitere Hinweise finden.

 Finger weg bei Vorauskasse

Auf den Internetseiten der Fakeshops werden meist gängige Bezahlmethoden angeboten: per Kreditkarte oder Paypal. Damit wären die Verbraucher auf der sicheren Seite und könnten ihr Geld im Notfall zurückholen. Wer im Fakeshop darauf vertraut und seine Bestellung aufgibt, kann im letzten Schritt nur noch Vorauskasse per Überweisung oder Bargeldtransfer anklicken. Alle anderen Möglichkeiten werden nicht mehr angezeigt. In dieser Situation wollen viele die Daten nicht noch mal von vorne eingeben und entscheiden sich für Vorauskasse, sagt Verbraucherberaterin Yvonne Schmieder. Ihr Tipp: auf keinen Fall die Ware im Voraus bezahlen. Geld ist das einzige Druckmittel, um an die Leistung zu kommen.

 Im Fakeshop bestellt – und dann?

Entweder die Ware kommt überhaupt nicht an oder sie bekommen Produkte von schlechter Qualität. Etwa statt Markenkleidung eine selbstgenähte Bluse, die mit dem bestellten Produkt nichts zu tun hat. Zurückschicken ist schwierig oder teuer.

Geld zurück?

Gibt’s zu 99 Prozent nicht. Wer mit Vorauskasse bezahlt hat, kann sich das Geld kaum noch zurückholen. Die Anbieter sitzen im Ausland. Die Verbraucherzentralen haben kaum Handhabe. Es bleibt lediglich eine Betrugsanzeige.

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