Foto: dpa/ Bildfunk

Europäischer Tag des Notrufs

  11.02.2020 | 06:45 Uhr

Passend zur Rufnummer: Der 11.2. wurde als Europäischer Tag des Notrufes gewählt. Seit dem Jahr 1991 ist die 112 in ganz Europa die zentrale Rufnummer für alle Notfälle. Und natürlich gibt es auch im Saarland spezielle Rettungskräfte, die stets für uns zur Stelle sind.

Seit Dezember 2008 sind die Notrufdienste aus allen Fest- und Mobilfunknetzen überall in der Europäischen Union gebührenfrei. Unter der einheitlichen Notrufnummer 112 erreicht man eine Leitstelle, die nun für Hilfe sorgt. Um schnellstmöglich eingreifen zu können, gilt es zunächst festzustellen: Wo gibt es Verletzte? Wie schwer sind die Verletzungen?

Bis zu elf Minuten können vergehen, bis die Rettungskräfte eintreffen. Um diese Zeit zu überbrücken und erste Hilfe zu leisten gibt es in einigen Gemeinden im Saarland die sogenannten "First Responder": Das sind speziell ausgebildete Rettungskräfte, die bereits eingreifen, bevor die Notärzte vor Ort sind. Die First Responder werden über einen digitalen Meldeempfänger von der Leitstelle alarmiert und zu Einsatzorten geleitet, die in maximal vier Minuten Fahrtzeit erreicht werden können.


Vor Ort geht es meistens hektisch zu, das beginnt schon bei der genauen Standortbestimmung des Anrufers. Eine neue Software soll da jetzt weiterhelfen: AML - Advanced Mobile Location - heißt sie. Henning Schmidtpott von der Feuerwehr Freiburg hat sie entwickelt. Durch das Programm werden automatisch die Standortdienste auf dem Smartphone aktiviert, wenn man damit den Notruf 112 wählt. Der ermittelte Standort wird dann direkt an die Leitstelle übertragen.

11.2.: Tag des Notruf
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11.2.: Tag des Notruf
SR 1 Reporterin Nadja Dominik hat mit einem First Responder aus Eppelborn gesprochen.

In Deutschland wird AML schon von 80 Prozent der Leitstellen getestet. Bald soll auch das Saarland hinzukommen. Das wäre eine große Erleichterung für die Rettungskräfte.

Auch Thema auf SR 1 am 11.02.2020 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland'.

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