Corona Test (Foto: SR)

Erste Schnelltests an Schulen

  05.03.2021 | 14:09 Uhr

Kinder und Lehrkräfte an Schulen sollen zumindest zweimal pro Woche getestet werden. Die Schulen, die die Tests selbst organisieren müssen, beklagen den hohen organisatorischen Aufwand. Dem steht bisher nur eine zurückhaltende Testbereitschaft bei den Schülern gegenüber.

Die Schulen im Saarland haben in dieser Woche Corona-Schnelltests bekommen. Laut Bildungsministerium wurden mehr 100.000 Stück verteilt. Nicht überall hat das reibungslos geklappt, aber ist es ein Anfang.

Erste Schnelltests in saarländischen Schulen
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Erste Schnelltests in saarländischen Schulen

Die Schulen haben trotzdem noch eine Mammutaufgabe zu bewältigen, denn organisieren müssen sie die Tests selbst. Und manche Schule fühlt sich dabei ziemlich alleine gelassen. "Wir haben die ganzen Regularien bekommen und wie das ablaufen sollte, aber kümmern mussten wir um alles selber", erklärt Lehrerin Maya Schütze von der Grundschule Oberwürzbach.

So war es zum Beispiel schwierig, einen Arzt zu finden, der die Tests vornimmt. Den Schulen liegt zwar eine Liste mit Ärzten vor, die sie kontaktieren dürfen, doch es sind zu wenige und deren Kapazitäten waren schnell erschöpft. 21 der 330 Schulen haben aktuell noch keine Kooperations-Praxis gefunden. So hat man an der Grundschule Oberwürzbach zum Beispiel fürs erste Mal einen Arzt gefunden, aber man weiß noch nicht, wer die nächsten Tests übernehmen kann. Oder wann Nachschub an Schnelltests eintreffen wird.

Wie laufen die Corona-Tests an Schulen?
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Wie laufen die Corona-Tests an Schulen?

Manche Schulen beginnen daher auch erst in der kommenden Woche mit Tests, weil sie neben dem Schulbetrieb die aufwändige Organisation gar nicht früher stemmen können. Dazu gehört die Einverständniserklärung der Eltern, die Raumsuche und das Testen selbst.

Und lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt? Eine Testpflicht besteht nämlich nicht. Wir haben deshalb mal nachgefragt, wie groß die Testbereitschaft in den Schulen ist. Das Bildungsministerium führt eine Datenbank, aber diese ist aktuell noch nicht aussagekräftig. Unter den Lehrenden war die Bereitschaft aber sehr hoch, fast bis zu hundert Prozent. Bei den Kindern hängt es davon ab, wie der Test gemacht wird. Die Testbereitschaft von Kindern und Eltern sank, sobald neben den Rachenabstrichen auch ein Nasenabstrich nötig wurde.

Demnach lassen sich viele Lehrerinnen und Lehrer testen, haben uns die Schulleiter berichtet. Bei den Schülerinnen und Schülern sieht das anders aus: Da will sich zum Teil nicht einmal die Hälfte von ihnen testen lassen.

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Auch Thema auf SR 1 am 05.03.2021 in den Sendungen 'Dein Morgen im Saarland' und 'Dein Vormittag im Saarland'.

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