Smileys (Foto: pixabay/pixaline)

Kleine Smileys für große Emotionen

  18.06.2020 | 08:57 Uhr

Von den verschiedensten Gesichtsausdrücken über Alltagsgegenstände bis hin zu Lebensmitteln und Sportarten - inzwischen gibt es eine riesige Bandbreite an Emojis, die auch gerne genutzt werden. Von Frauen allerdings anders als von Männern.

Wie wir Emojis verwenden

Frauen schreiben insgesamt längere Textnachrichten und integrieren darin mehr Emojis als Männer, erklärt Medienpsychologin Prof. Wera Aretz. Dabei wählen sie eher solche Emojis aus, die starke Emotionen ausdrücken, wie beispielsweise Liebe, Herzlichkeit und Freude auf der positiven, aber auch Gefühle wie Wut auf der negativen Seite.

Wie wirken Emojis?
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Wie wirken Emojis?

Männer dagegen nutzen Emojis häufig, um Ironie zu kennzeichnen wie beispielsweise einen Zwinkersmiley. Aus dem breiten Kanon an Emojis wählen sie zudem eher die Objekte aus, die technisch funktional sind, so Aretz.

Kuss-Smiley Emoji (Foto: pixabay/pixaline)

Im Durchschnitt nutzen wir, so die Forschung, sieben Emojis in einer Textnachricht. Dabei hat man auch Lieblingsemojis, die man besonders gerne verwendet. Zu den populären Smileys gehört zum Beispiel das Gesicht, das mit einem Kussmund ein Herz versendet.

Wie Emojis auf uns wirken

Je nachdem, welche Emojis man in seiner Textnachricht verwendet, wird man vom Empfänger der Nachricht anders eingeschätzt: Personen, die positive, freundliche Emojis benutzen, werden sympathischer und wärmer wahrgenommen, so Wera Aretz.

 (Foto: pixabay/Tumisu)

Personen, die keine Emojis in ihre Textnachrichten integrieren, gelten als durchsetzungsfähig. Und Menschen, die negative Emojis verwenden, wie zum Beispiel traurige oder wutschnaubende Smileys, werden demnach auch als angespannt beurteilt.

Oftmals passt man sich aber auch dem Kommunikationsstil des anderen an: Wenn jemand also viele Emojis in seiner Nachricht verwendet, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der Empfänger in seiner Antwort ebenfalls Emojis benutzt, erklärt die Medienpsychologin.

Das Phänomen gilt auch umgekehrt: Wer seine Nachricht mit vielen bunten Emojis ausgestaltet und dann eine Nachricht ohne Smileys zurückbekommt, neigt eher dazu, selbst ebenfalls die Emojis zu reduzieren.

In der geschäftlichen Kommunikation, beispielsweise mit dem Chef, ist die Verwendung von Emojis ohnehin eher unüblich im Vergleich zu privaten Nachrichten.


Auch Thema auf SR 1 am 17.06.2020 in der Sendung "Balser & Mark. Dein Morgen"

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