Eine Kundin hält sich vor einer Eisdiele an den Mindestabstand von 1,5 Metern  (Foto: iamgo images / HMB-Media)

Eisverkauf zum Mitnehmen erlaubt

  09.04.2020 | 10:06 Uhr

Mit den ersten sommerlichen Temperaturen steigt auch die Lust aufs Eisvergnügen. In manchen Bundesländern, wie Rheinland-Pfalz zum Beispiel, sind Eisdielen geschlossen. Im Saarland ist der Verkauf von Eis zum Mitnehmen aber erlaubt. Und auch der Eismann darf mit seinem Wagen in diesen Tagen unterwegs sein.

Mit Abstand erlaubt: Die Eiszeit beginnt
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Mit Abstand erlaubt: Die Eiszeit beginnt

In der saarländischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Epidemie steht, dass Gaststätten und der sonstigen Gastronomie die Abgabe und Lieferung von Speisen erlaubt ist. Eine Eisdiele ist ein Gastronomiebetrieb wie ein Pizzaservice oder eine Dönerbude auch und darf insofern im Saarland Eis zum Mitnehmen verkaufen.

Besondere Hygienebestimmungen für die Eiscafés gibt es nicht, da die lebensmittelrechtlichen Vorgaben schon streng genug seien, sagt Lebensmittelkontrolleur Heiko Weinland vom zuständigen Landesamt für Verbraucherschutz. Allerdings gilt darüber hinaus die Zwei-Meter-Abstand-Regelung, natürlich auch in der Warteschlange.

In manchen Eisdielen sieht man Verkäufer mit Mundschutz, in anderen nicht. Das ist in Ordnung, denn es gibt keine Pflicht für Eisverkäufer oder Gastronome, Mundschutz zu tragen. Für Beschäftigte in der Gastronomie wie in der Eisdiele gilt: Sie müssen regelmäßig die Hände waschen, saubere Kleidung tragen, dürfen sich nicht in die Haare greifen oder ins Gesicht fassen. Das genügt, sagt der Experte.

Die gleichen Vorschriften gelten auch für den Eismann. Sein Eiswagen ist nichts anderes als ein mobiles Verkaufsfenster der Eisdiele. Daher darf er jetzt unterwegs sein und sein Eis verkaufen.


Auch Thema auf SR 1 am 09.04.2020 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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