Foto: Frank Klein

Dirmingen fühlt mit

  22.07.2021 | 17:08 Uhr

Eindrücke wie ein Déjà-vu: Vor fünf Jahren, im Juni 2016, hat die Bewohner von Dirmingen ein ähnliches Schicksal ereilt wie die Hochwasseropfer jetzt. Daher können die Saarländer in diesen Tagen besonders gut nachvollziehen, wie sich die Betroffenen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen fühlen.

Echtes Mitgefühl

Hochwasser: Solidarität in Dirmingen
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Hochwasser: Solidarität in Dirmingen

Reißende Wassermassen, überflutete Ortschaften, zerstörte Häuser und Straßen - die aktuellen Bilder der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind erschütternd - und wecken dramatische Erinnerungen bei all jenen, die eine solche Situation bereits erlebt haben. So wie die Bürger von Eppelborn-Dirmingen. 2016 sorgte ein Unwetter hier für verheerende Schäden: Starkregen hatte den Mühlbach zu einem reißenden Strom anschwellen lassen.

2016: Starkregen hat den Mühlbach in Dirmingen zu einem reißenden Strom anschwellen lassen (Foto: SR)

Auch die Bilder von damals haben die Dirminger noch alle vor Augen. Keller waren vollgelaufen, Straßen und Fassaden zerstört, mehrere Häuser wurden von den Wassermassen unterspült und waren einsturzgefährdet. „Es sah aus wie nach dem Krieg“, erinnert sich Gabriele Schneider. Doch sie hatten auch Glück im Unglück: „Bei uns wurde niemand verletzt, bei uns gab es keine Toten", sagt sie.

Das liegt jetzt fünf Jahre zurück. Inzwischen wurde in Dirmingen alles weitestgehend wieder aufgebaut. Und vor der nächsten Flut ist der Ort besser geschützt, erklärt Ortsvorsteher Frank Klein. Denn die Gemeinde Eppelborn hat u.a. viel Geld in ein großes Abwasserbecken investiert.

Wie es den Betroffenen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen jetzt geht, wissen die Dirminger also nur zu genau. Deshalb haben viele auch schon gespendet; die Feuerwehr hat Sachspenden gesammelt. Und einige Dirminger sind sogar als freiwillige Helfer in der Eifel dabei, um die Menschen dort jetzt zu unterstützen und ihnen beim Wiederaufbau zu helfen.

Helfer im Einsatz

Hilfe in der Katastrophe
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Hilfe in der Katastrophe
Aaron Klein schildert seine Eindrücke

Einer der 600 Saarländerinnen und Saarländer, die im Moment in den Katastrophengebieten helfen, ist Aaron Klein vom Technischen Hilfswerk St. Ingbert. Er ist bei Ahrweiler im Einsatz und unterstützt die Einsatzleitung.

Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen stellt er die Kommunikation per Funk sicher. Aaron selbst leistet Pressearbeit in der THW-Führungsstelle und bekommt dort das volle Ausmaß der Zerstörungen mit.

Einsatz in Ahrweiler
"Das ist hier wie im Krieg!"

Ihr könnt auch helfen und spenden:


Auch Thema auf SR 1 am 22.07.2021 in der Sendung 'Dein Morgen im Saarland'.

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