Digitalisierung (Foto: pixabay (CC0))

Wie sieht es im Saarland aus?

  14.03.2019 | 00:00 Uhr

SR-Thementag „Saarland digital!?“

Industrie 4.0, digitale Schule oder Internet der Dinge. Schlagworte für die Digitalisierung im Saarland gibt es viele. Doch was genau bedeuten diese Schlagworte? Und vor allem: Wie sieht es bei uns im Saarland aus? Auf diese Fragen wollen wir Antworten geben und hinter die Schlagworte schauen. Dorthin, wo es im Saarland wirklich digital zugeht, aber auch dorthin, wo wir noch aufzuholen haben.

Wie digital ist das Saarland schon - wo und in welchen Bereichen?

Digitalisierung im Bankgeschäft

Viele Nutzer setzen auf Online- und Mobile-Banking. Die Banken auch, machen dafür aber kleine Filialen auf dem Dorf dicht. Allein die Sparkassen haben in den vergangenen 10 Jahren im Saarland 20 Prozent ihrer Filialen geschlossen. Mit aktuell 246 Sparkassen-Filialen steht das Saarland im Bundesvergleich aber nach wie vor gut da. Die Schließungen hängen zum einen an der Digitalisierung – denn wir Kunden erledigen unsere Bankgeschäfte ja auch zunehmend digital. Zum anderen sparen die Banken durch weniger Filialen natürlich Kosten.

Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt

Technisierung in der Arbeitswelt (Foto: SR)

Grob gesagt gibt es da zwei Bereiche: Autonom (also selbstständig) arbeitende Systeme und Assistenzsysteme. Beim Getriebehersteller ZF in Saarbrücken gibt es mittlerweile an einigen Arbeitsplätzen Virtual-Reality-Brillen: Der Arbeiter sieht durch die Brille ganz real, woran er arbeitet, bekommt aber in Echtzeit zusätzliche Informationen eingeblendet. Die sollen ihm helfen, seine Arbeit besser und effizienter zu machen.

Aber: In Zukunft werden Maschinen auch immer selbstständiger. Und viele Arbeiten, die heute von Menschen gemacht werden, werden dann von Maschinen erledigt – dank Künstlicher Intelligenz.

Wie ist das Saarland auf diesen Wandel vorbereitet?

Wie digital ist das Saarland schon - wo und in welchen Bereichen?
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Wie digital ist das Saarland schon - wo und in welchen Bereichen?
Eine Einschätzung von SR 1 Reporter Peter Sauer.

Wir haben durchaus zwei deutschlandweit renommierte "Schwergewichte" in Sachen digitale Welt: Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, kurz DFKI, und das CISPA Helmholtz-Zentrum für IT-Sicherheit.

Jetzt geht es aber darum, den Technologietransfer – also von der wissenschaftlichen Idee hin zu Unternehmensgründungen - voran zu treiben. Sprich: Start-Ups und neue innovative Unternehmen sollen sich um diese beiden "Leuchttürme" DFKI und CISPA ansiedeln. Damit die Digitalisierung auch Jobs und Geld ins Land bringt.

Wie verändert Digitalisierung den Handel, die Landwirtschaft?

SR 1-Reporterin Yvonne Schleinhege war in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Bischmisheim.

Und wie verändern sich unsere Jobs? Ist Digitalisierung ein Jobkiller? Wie haben sich die Berufsbilder verändert und was bedeutet das für die Ausbildung, für den Alltag der Mitarbeiter? Digitalisierung - ist sie eher ein Fluch oder bringt sie eine Erleichterung?

SR Reporterin Yvonne Schleinhege hat unter anderem einen Landwirt bei seiner Arbeit begleitet.

Wie seit Jahrzehnten muss er im Frühjahr zwar raus aufs Feld, doch könnte sein Traktor rein theoretisch autonom auf dem Feld fahren. Mit dem Tablet in der Hand kann ein Landwirt heute den Trecker steuern und er ist eigentlich nur noch Beifahrer.

Wo merkt man die Digitalisierung im Alltag?

Digitalisierung im Alltag
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Digitalisierung im Alltag

Die Digitalisierung ist in immer mehr Lebensbereichen auf dem Vormarsch. Alles ist smart, der Kühlschrank, das Telefon, das Garagentor, sogar der Supermarkt wird zum digitalen Erlebnistempel.

Vielen kommt es so vor, als würden die Maschinen mehr denken als der Mensch – besonders Ältere fühlen sich abgehängt. SR 1 Reporter Marc Weyrich wollte wissen: Was bedeutet Digitalisierung konkret für die Menschen im Saarland?

Digitale Schule am Beispiel Schengen-Lyzeum

Schulische Bildung wird im Saarland überwiegend noch analog vermittelt. Politisch hängt aktuell vieles an der Umsetzung des DigitalPaktes Schule ab. Der Bund will den Ländern fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellen, dafür aber auch ein Mitspracherecht haben.

Digitale Schule am Beispiel Schengen-Lyzeum
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Digitale Schule am Beispiel Schengen-Lyzeum

Dagegen wehren sich die Länder aktuell über den Bundesrat. Wie digitale Schule geht, zeigt das Schengen-Lyzeum in Perl. Als digitale Hilfsmittel stehen unter anderem Tablets, interaktive Tafeln & schnelles WLAN in jeder Klasse zur Verfügung.

Matthias Braun aus der SR 1 Redaktion hat sich die digitale 'Vorzeigeschule' im Saarland mal angeschaut.

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