Der Besucher einer Kirche steckt einige Münzen in den Klingelbeutel  (Foto: dpa)

Der Klingelbeutel wird digital

  11.07.2018 | 11:14 Uhr

Kein Bargeld dabei - diese Ausrede funktioniert bald nicht mehr, wenn in der Kirche der Klingelbeutel herumgereicht wird. Denn der nimmt künftig auch Spenden per EC-Karte an. Vorerst bei der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg. Aber bald auch bundesweit.

Münzen klimpern, Scheine rascheln, wenn die Gläubigen während des Gottesdienstes ihr Opfergeld in den Klingelbeutel fallen lassen. Und wer ohne Bargeld gekommen ist, der reicht den Beutel einfach weiter. Mit einem schlechten Gewissen vielleicht. Das braucht er aber bald nicht mehr zu haben.

Die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg hat jetzt einen digitalen Klingelbeutel präsentiert: Damit sollen die Gläubigen künftig auch per Giro- oder Kreditkarte spenden können.

Digitaler Klingelbeutel (Foto: picture alliance/Thorsten Wittke/Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg/dpa)

Die Technik dazu wurde im Griff des Klingelbeutels eingebaut, der dafür extra ein Display besitzt. Damit dauert die Kollekte nur ein paar Sekunden, ohne PIN, ohne Unterschrift - vorausgesetzt, man hat eine der neuen EC-Karten mit NFC-Chip.

Damit ist dann eine Kollekte von 1 Euro bis maximal 25 Euro möglich. Man stellt einfach am Griff den Betrag ein und legt dann seine Kredit- oder EC-Karte auf das Gerät. Ein kurzer Piepton bestätigt, dass die Spende eingegangen ist. Das ist alles. Und bislang weitweit einmalig.

Die Evangelische Kirche will ihren digitalen Klingelbeutel zunächst einmal in Berlin testen. Danach soll er auch bundesweit zum Einsatz kommen.

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Der "digitale Klingelbeutel" jetzt in der Testphase
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Der "digitale Klingelbeutel" jetzt in der Testphase


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