Eine Absperrung an der deutsch-französischen Grenze (Foto: SR)

Deutsch-Französisches Testzentrum in Planung

  19.02.2021 | 17:33 Uhr

Im Saarland liegen die Zahlen auf einem stabilen Plateau - im französischen Departement "Moselle" steigt die Infektionszahl wieder. So weit, dass das RKI wahrscheinlich "Moselle" bald als Risikogebiet einstufen würde und Deutschland vielleicht die Grenzen wieder schließen muss. Das soll ein Deutsch-Französisches Testzentrum verhindern.

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Deutsch-Französisches Testzentrum in Planung

Das Innenministerium in Berlin schließt solche Maßnahmen mit in die Bewertung ein, bevor sie Grenzen zu Nachbarländern schließt. Der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt ist auch Vizepräsident des Zusammenschluss der Kommunen im Grenzgebiet, dem Euro-Distrikt Saar Moselle und damit auch für den Aufbau eines grenzübergreifenden Testzentrums verantwortlich. Dieser sieht die gemeinsame Arbeit zwischen Deutschland und Frankreich gegen die Pandemie als sehr positiv. Man müsse mit Augenmaß und maßvoll entsprechende Maßnahmen an der Grenze ergreifen. Notwendig ist vor allem die Sicherheit der Menschen auf beiden Seiten, so der Saarbrücker Oberbrügermeister.

Wo genau es entstehen soll, ist noch unklar. Und auch wer getestet wird, steht noch nicht endgültig fest. Grenzgänger sollen sich dort aber kostenlos testen lassen können.

Auch Thema auf SR 1 am 19.02.2021 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

Um Grenzschließungen zu vermeiden
Saarland und Moselle kooperieren bei Tests und Nachverfolgung
Das Saarland und das Nachbardépartement Moselle werden bei der grenzüberschreitenden Kontaktnachverfolgung und beim Testen enger zusammenarbeiten, um erneute Grenzschließungen zu vermeiden. Darauf haben sich die Landesregierung und die Partner unter anderem aus Frankreich und Rheinland-Pfalz verständigt.

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