Daniel Decker mit Daniel Simarro im SR 1-Studio (Foto: SR 1 / Marko Völke)

"Es war überraschend anders"

  01.02.2019 | 16:29 Uhr

Sensation beim Super Bowl in Atlanta: Der Cheerleader-Squad der Los Angeles Rams kommt mit zwei männlichen Cheerleadern. Aber wir brauchen nicht in die USA zu gehen, auch im Saarland haben wir einen männlichen Cheerleader: Daniel Decker.

Ein Mann unter Frauen
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Ein Mann unter Frauen
Bundesliga-Ringer Daniel Decker vom KSV Köllerbach ist auch Cheerleader bei den Saarlouis "Green Bulls". SR 1 Moderator Daniel Simarro hat mit ihm gesprochen.

Der 21-jährige Bundesliga-Ringer vom KSV Köllerbach ist Cheerleader bei den Saarlouis „Green Bulls“. Seine Freundin hat ihn ins Training mitgenommen - und Daniel hat festgestellt: Cheerleading ist nicht nur Pompoms wedeln und herumhüpfen, sondern auch viel Sportakrobatik. Er ist der Mann für die Hebe- und Wurffiguren. Das macht ihm so viel Spaß, dass er schon mal das Ringertraining und sogar einen Bundesligakampf wegen des Cheerleadings abgesagt hat.

Daniel Decker hat auch sportliche Vorteile festgestellt, seit er mit Cheerleading begonnen hat: Explosivität aus den Beinen, Koordination mit den Händen, Schnelligkeit, Kraft-Ausdauer, Kraft für die Schulter zur Stabilisation. Beide Sportarten ergänzen sich somit richtig gut.

Natürlich kommen von seinen Kollegen auch ein paar Sprüche, weil er Cheerleading macht - besonders, wenn er mal ein Training absagt. Dann heißt es zum Beispiel "Geh doch mit deinen Mädchen tanzen". Aber es gibt auch welche, die Interesse zeigen. So konnte er einen Freund überreden, an einem Training teilzunehmen. Und der hat jetzt zugesagt, dass er dabei bleibt, weil es ihm viel Spaß macht.

Natürlich schaut Daniel Decker auch den Super Bowl. Aber dann doch weniger wegen der LA Rams Cheerleader als wegen des Spiels.

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