Dachbox (Foto: picture alliance / dpa)

Gute Dachboxen müssen nicht viel kosten

  02.03.2020 | 11:05 Uhr

Der ADAC hat zehn Dachboxen getestet. Bei den Fahrtests gab es erfreulicherweise bei keinem der Modelle Probleme. Dafür ist der Spritverbrauch mit Box deutlich höher.

Bei dem ADAC Test wurden die Dachboxen auf Fahreigenschaften, Handhabung, Gestaltung und Crashsicherheit gestestet. Die Gesamtnoten der Modelle lagen dabei zwischen der Bestnote 1,9 und 4,0 für das schlechteste Modell. Deutlich wird, dass eine vernünftige Box nicht teuer sein muss. Mit einer Note von 2,4 ist das Modell Norauto Bermude 400 von ATU mit durchschnittlich 300 Euro am zweitgünstigsten. Testsieger wurde die Thule Motion XT L mit einem durchschnittlichen Preis von 590 Euro.

Johannes Boos vom ADAC im SR1-Interview
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Johannes Boos vom ADAC im SR1-Interview

Keine Auffälligkeiten bei Fahrtests

Besonders deutlich sind die Unterschiede bei der Montage und Befestigung. Bei vielen Modellen ist die Montage intuitiv und einfach. Bei einigen gestaltet sich das Montieren am Fahrzeug jedoch erstaunlich komplex und umständlich. Ohne ein genaues Studium der Gebrauchsanleitung kommt man bei diesen Dachboxen nicht weit.

Bei den Brems- und Ausweichstests gab es mit einer Ausnahme erfreulicherweise keine Aufälligkeiten. Lediglich beim Modell Zeus 480 L von Farad, welches den letzten Platz im Test belegt, kam es beim Bremsen bei voller Beladung zu Verformungen des Bodes und der Deckel öffnete sich leicht.

Mehr Sprit mit Box

Das Fahren mit einer Dachbox kostet deutlich mehr Sprit. Der ADAC testete den Verbrauch bei einer Fahrgeschwindigkeit von 130 Kilomoeter pro Stunde mit einem mobilen Testgerät. Schon im günstigesten Fall lag der Mehrverbrauch bei 0,94 l/100km, im schlechtesten Fall sogar bei 1,29 l/100 km. Durschnittlich lag der Mehrverbrauch bei über 18 Prozent.

Wichtig ist, dass auch der Dachträger alleine, also auch ohne Dachbox, schon einen Mehrverbrauch von rund 0,4 l/100 km verursacht. Wird die Box nicht gebraucht, sollte demnach sowohl die Box als auch der Dachträger entfernt werden.

Tipps für Verbraucher

  • Die Dachbox sollte nach dem Urlaub demontiert werden, wenn sie nicht gebraucht wird, denn das spart Kraftstoff.

  • In die Dachbox gehören generell eher leichte Gegenstände. Das Maximalgewicht der Box darf dabei auf keinen Fall überschritten werden.

  • Bei der sicheren Befestigung gilt, dass nicht jeder Grundträger zwingend zu jedem Auto passt. Vor dem Kauf von Dachboxen gilt es also, verschiedene Kriterien im Vorfeld zu prüfen.

Weitere Infos unter www.ADAC.de

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