Spielzeug liegen in neiner Kita auf dem Boden. (Foto: picture alliance/dpa | Monika Skolimowska)

Grundschüler und Kita-Kinder zurückgekehrt

  22.02.2021 | 11:47 Uhr

Mit Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung im Saarland ging es am Montag für viele kleine und größere Kinder wieder in den Kitas und Schulen los. Zeitgleich wurde in anderen Bereichen die Maskenpflicht ausgeweitet und es gilt ein Werbeverbot für bestimmte Produkte.

Seit Montag entfällt der Aufruf für Eltern von Kita-Kindern, ihre Kinder möglichst zuhause zu betreuen. Die saarländischen Kitas mit rund 36.000 Kindern und rund 6700 pädagogischen Fachkräften gehen zurück in den Regelbetrieb. Das hat auch Auswirkungen auf den Bezug des Kinderkrankengeldes. Eltern können sich nun nicht mehr auf die behördliche Empfehlung zur Kinderbetreuung zuhause berufen und entsprechend auch nicht mehr das ausgeweitete Kinderkrankengeld in Anspruch nehmen, wenn sie ihre Kinder weiter dennoch alleine betreuen.

Grundschüler gehen wieder in die Schule

Außerdem gehen rund 31.500 Grundschüler im Saarland zumindest zeitweise wieder in die Schule. Für sie gibt es nach rund zwei Monaten erstmals wieder Präsenzunterricht - vorerst aber im Wechselbetrieb. Jeweils rund die Hälfte der Schüler habe Präsenzunterricht, die andere Hälfte lernt von zuhause. Die Präsenzpflicht in Schulen war coronabedingt am 16. Dezember aufgehoben worden. Nur Abschlussklassen kehrten ab dem 11. Januar zurück in den Präsenzunterricht, für alle anderen Schüler gab es Fernunterricht. Der gilt auch weiterhin für einen Großteil der Schüler in weiterführenden Schulen.

Kerstin Ratzel ist die stellvertretende Leiterin der Kita Kleinblittersdorf und war im SR 1-Interview zu Gast.
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Kerstin Ratzel ist die stellvertretende Leiterin der Kita Kleinblittersdorf und war im SR 1-Interview zu Gast.

Obwohl im Landkreis St. Wendel der Inzidenzwert am Sonntag wieder über 100 lag, deutlich über dem saarländischen Durchschnittswert von mehr als 61, sieht das saarländische Bildungsministerium derzeit keinen Grund, von der derzeitigen Schulstrategie abzuweichen. Sollte eine Umkehr von der jetzigen Öffnung aufgrund von steigenden Inzidenzen notwendig sein, würde man das landesweit regeln, betonte ein Sprecher des Ministeriums. Einen Automatismus, ab welcher Inzidenz etwas passieren muss, gebe es nicht. 

Im benachbarten rheinland-pfälzischen Landkreis Birkenfeld geht man einen anderen Weg: Wegen der hohen Inzidenz im Kreis bleiben nach SWR-Informationen dort alle Grund- und Förderschulen geschlossen, obwohl das Bundesland Rheinland-Pfalz Öffnungen erlaubt hatte.

Maskenpflicht wird ausgeweitet

Während im Bildungsbereich die strengen Coronabeschränkungen damit etwas gelockert wurden, gelten in anderen Bereichen schärfere Regeln. So müssen laut der neuen Corona-Verordnung künftig auch im Auto die Mitfahrenden eine medizinische Maske tragen - sofern sie nicht alle aus einem Haushalt stammen. Der Fahrer selbst ist von der Maskenpflicht ausgenommen.

Medizinische Masken müssen künftig auch Kunden und Personal beim Erbringen von Dienstleistungen am Menschen tragen, wie etwa Friseure ab dem 1. März.

Werbeverbot für bestimmte Produkte

Außerdem gibt es ein Werbeverbot für Produkte, die nicht zum täglichen Bedarf gehören. Das Verbot richtet sich an alle Handelsbetriebe, die nach dem Schwerpunktprinzip während des Lockdowns ohne Einschränkungen ihr Warensortiment anbieten können. Wenn das Verbot nicht eingehalten wird,  droht ein Bußgeld zwischen 1000 und 10.000 Euro.

Kontaktregeln gelten weiterhin

Weiterhin Bestand haben die strengen Kontaktregeln, wonach man sich ein Haushalt höchstens mit einer weiteren, nicht zum eigenen Haushalt gehörenden Person treffen darf. Auch Geschäfte bleiben bis auf die bestehenden Ausnahmen weiter geschlossen.

Der Ministerrat hat die neue Corona-Verordnung zunächst bis zum 28. Februar verlängert. In der nächsten Woche werde eine neue Verordnung auf den Weg gebracht, die dann auch die Öffnung der Friseurbetriebe ab dem 1. März aufnehme, sagte der Regierungssprecher.

Auch Thema auf SR 1 am 22.02.2021 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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