Eine Frau schaut sich Kleider auf einer Stange an (Foto: SR)

Wie klappt das Termin-Shopping?

Lena Schmidtke   05.03.2021 | 08:25 Uhr

Seit dieser Woche ist es wieder möglich, in Buchhandlungen, Klamottenläden, Schmuckgeschäften usw. einkaufen zu gehen. Allerdings nur mit einer ziemlichen Einschränkung: man muss vorher einen Termin vereinbaren.

Pastellfarbene T-Shirts, bunte Hosen, gemusterte Frühlingskleider und viel gute Laune – die gibt es im Blieskasteler Kleidungsgeschäft "Klamotte". Seit Montag ist hier wieder geöffnet. Kundin Silke hat direkt angerufen und einen Termin ergattert. Auf den "Shoppingrausch" hat sie lange gewartet, erzählt sie: "Es ist wie ein Highlight. Ich habe mich gleich wohlgefühlt."

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Wie klappt das Termin-Shopping?

Kein Dauerzustand

Im Geschäft muss momentan jeder eine Maske tragen – das nehmen die Kunden offenbar gerne in Kauf. Zwischen den einzelnen Kunden hat Ladenbesitzerin Ulla immer viel Zeit eingeplant, mindestens eine Stunde. Denn die "Klamotte" ist nur 33qm groß, es darf nur ein Kunde rein, bzw. zwei Kunden aus einem Haushalt. Das sorgt für Stress beim Einkaufen, meint Ulla. Sie versucht, ihren Kunden so viel Zeit zu geben, wie möglich.

Wirtschaftlich rentabel ist das nicht: "Normal ist hier richtig Treiben. Dann sind schon mal 10-12 Leute auf einmal da. Das Haus gehört mir, ich zahle keine Miete. Von daher kann ich das aushalten." Ulla will bei ihren Kunden im Gespräch bleiben und ist froh, dass überhaupt jemand in den Laden kommen darf. Bei den aktuellen Beschlüssen von Bund und Länder blickt sie nicht mehr durch.

Ein Thema in der Sendung "Dein Vormittag im Saarland" am 05.03.2021 auf SR 1.

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